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            <title type="main">Unparteiische Universal-Kirchenzeitung für die Geistlichkeit und die gebildete Weltklasse des protestantischen, katholischen und israelitischen Deutschlands</title>
            <title type="sub">Frankfurt a. M. 27. August 1837, Nro. 69</title>
            <title type="short">Universal-Kirchenzeitung</title>
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            <publisher>Steinheim-Institut</publisher>
            <publisher>Beata Mache</publisher>
            <pubPlace>Essen</pubPlace>
            <date type="publication">2014</date>
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<country>Germany</country>
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            <bibl type="J">
               Universal-Kirchenzeitung
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                  <title level="j" type="main">
                     Unparteiische Universal-Kirchenzeitung für die Geistlichkeit und die gebildete Weltklasse des protestantischen, katholischen und israelitischen Deutschlands
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                  <title level="j" type="issue" n="69">27. August 1837, Nro. 69</title>
                  <editor>
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                        <forename>Julius Vinzent</forename>
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                  <pubPlace>Frankfurt am Main</pubPlace>
                  <date type="publication">1837-08-27</date>
                  <publisher><name>Varrentrapp</name></publisher>
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         <editorialDecl><p>Offensichtliche Setzerfehler wurden stillschweigend korrigiert. Die Original-Orthographie wurde ansonsten beibehalten.</p></editorialDecl>  
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            <language ident="deu">German</language>
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            katholischen, und israelitischen Deutschland's.<lb/>Frankfurt a. M., den 27. August 1837. Nro. 69. </head>
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         <div type="inhalt">
         <head>Inhalt: </head>
         <p>
            <hi rend="bold">Das Stammbuch </hi>
            <hi rend="italic bold">Jesu Christi</hi>
            <hi rend="bold"> (Schluß). — </hi>
         </p>
         <p>
            <hi rend="italic bold">Kirchliche Nachrichten.</hi> 
            <hi rend="italic">Modena. Modena</hi>; Todesfall. <hi rend="italic">Reggio</hi>; Verein christl. Mütter; neue Kirche. — <hi rend="italic">Parma. Piacenza</hi>; Festfeier. — <hi rend="italic">Ungarn. Pesth</hi>; über den Geist des ungr. Protestantismus. <hi rend="italic">Erlau</hi>; Beisetzung früherer Bischöfe in die Kathedrale. <hi rend="italic">Gran</hi>; päpstl. Schreiben — <hi rend="italic">Böhmen. Prag</hi>; Abreise des böhmischen kathol. Missionärs <hi rend="italic">Hammer</hi> nach Amerika. — <hi rend="italic">Deutschland. Bayern. München</hi>; Ankunft des Erzbischofs <hi rend="italic">Pyrker</hi>; wohlthätiges Wirken der barmh. Schwestern; feindselige Beschlüsse der zweiten Kammer gegen die Klöster; Nichtbeistimmung der ersten Kammer; über den Antrag <hi rend="italic">Dobeneck's </hi>in Betreff der protest. Ehescheidungen. <hi rend="italic">Augsburg</hi>; Consekration des Bischofs von <hi rend="italic">Speyer. Regensburg;</hi> Eröffnung eines Frauenklosters für unentgeldlichen Unterricht. <hi rend="italic">Bamberg</hi>; Ankunft des Erzbischofs<hi rend="italic"> Pyrker. Speyer</hi>; über die Erziehung der Kinder in gemischten Ehen. <hi rend="italic">Landau</hi>; Verdienste des Rabbiners <hi rend="italic">Grünebaum</hi>. <hi rend="italic">Churhessen. Marburg</hi>; Abgang des Prof. <hi rend="italic">Müller</hi> nach <hi rend="italic">Kiel. Windecken</hi>; kirchliche Einrichtung. — </p>
         <p>
            <hi rend="italic bold">Theologische Akademie. </hi>
         </p>
         <p>
            <hi rend="italic bold">Protest. Abth.</hi> Beiträge zur Würdigung des Apostol. Symbolums, Vom Archidiakonus Dr. <hi rend="italic">Const. Ackermann</hi> in Jena. Siebte Gabe. — </p>
         <p>
            <hi rend="italic bold">Literatur.</hi>
         </p>
         <p>
            <hi rend="italic bold">Israel. Abth</hi>. Ein Wort über Erbauungsschriften, mit Bezug auf Dr. <hi rend="italic">Formstecher's</hi> Andachtsbüchlein. Von Dr. <hi rend="italic">Adler</hi> in Unsleben. — </p>
         <p>
            <hi rend="italic bold">Protest. Abth.</hi>
            <hi rend="italic"> Strauß</hi> Streitschriften etc. Zweites Heft. Die HH. <hi rend="italic">Eschenmayer</hi> und <hi rend="italic">Menzel</hi>. Rec. vom Cand. A. <hi rend="italic">Boden</hi> in Oldenburg (Forts.) — </p>
         <p>
            <hi rend="italic bold">Literarische Notizen. — </hi>
         </p>
         <p>
            <hi rend="UKZ_zwischentitel_Inhalt">Anzeigen.</hi> <lb/>|Sp. 1087|
         </p>
         </div>
         <div type="mantel">
         <head>  Das Stammbuch Jesu Christi.</head>
         <p>Ein biblisches Gemälde nach <hi rend="italic">Matth. I</hi>. (A d. Chrysostomus Juni-Heft.)</p>
         <p>(Schluß.)</p>
         <p>Wie nun aber diese Namen <hi rend="italic">Vorbilder</hi> waren von den Eigenschaften unsers <hi rend="italic">Erlösers</hi>, so sollen unsere Eigenschaften <hi rend="italic">Nachbilder</hi> seyn.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Abraham</hi> sollen wir Väter seyn vieler Tugenden, damit wir das Recht erwerben auf viele Güter.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Isaac</hi> sollen wir Freunde haben am Herrn und nicht an der Welt: wir sollen uns freuen, daß unsere Namen im Himmel geschrieben stehen.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Jacob</hi> sollen wir unsere Laster und Alles, was vom Satan kommt, unter die Füße treten.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Juda</hi> sollen wir den Namen des Herrn bekennen, und in diesem Bekenntnisse leben und sterben.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Phares</hi> sollen wir uns absondern vom Bösen, und keine Gemeinschaft mit den Ungläubigen haben.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Zaram</hi> soll der Morgenstern in unserm Herzen aufgehen, und die Sonne der Gerechtigkeit über uns leuchten. Dann soll unser Licht leuchten vor den Menschen, damit sie den Vater preisen der im Himmel ist.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Esron</hi> sollen wir Pfeile des Herrn seyn, daß man sagen kann: „<hi rend="italic">Sie sind scharfe Pfeile Seiner Macht."</hi>
         </p>
         <p>
            <hi rend="italic">In Aram sollen wir ein auserwähltes Geschlecht seyn, ein königliches Priesterthum, ein heiliges Volk</hi>, und sollen die Tugenden <hi rend="italic">dessen</hi> verkünden, der uns aus der Finsterniß an Sein wunderbares Licht gezogen. </p>
         <p>In <hi rend="italic">Aminadab</hi> sollen wir ein freies Volk des <hi rend="italic">Herrn </hi>seyn, sollen in Eintracht die <hi rend="italic">Kirche Jesu</hi> erbauen. Die <hi rend="italic">Wahrheit</hi> wird uns <hi rend="italic">frei</hi> machen.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Naason</hi> sollen wir unsere eigenen Propheten seyn, und der göttlichen Verheißung fest vertrauen.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Salomon</hi> sollen wir Gottes Wahrheit einsehen, uns selber kennen lernen, und nicht bloß Hörer des Gesetzes, sondern auch Thäter seyn. </p>
         <p>In <hi rend="italic">Booz</hi> sollen wir stark werden im <hi rend="italic">Herrn</hi> und in der Kraft Seiner Tugend. Wir sollen unsere Lenden umgürten mit <hi rend="italic">Wahrheit</hi>, sollen anziehen den Panzer der <hi rend="italic">Gerechtigkeit</hi>, sollen den Schild des <hi rend="italic">Glaubens</hi> ergreifen und den Helm des <hi rend="italic">Heils</hi> und das Schwert des <hi rend="italic">Geistes</hi>, das ist <hi rend="italic">Gottes Wort</hi>.</p>
         <p>|Sp. 1088| In <hi rend="italic">Obed</hi> sollen wir dem <hi rend="italic">Herrn</hi> dienen in Furcht und heiliger Liebe, und wechselseitig uns treue Hand bieten.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Jesse</hi> soll Andacht in unsern Herzen brennen, und unser Gebet aufsteigen zum <hi rend="italic">Herrn</hi>, wie ein Brandopfer.</p>
         <p>In <hi rend="italic">David</hi> sollen wir mit tapferer Hand gegen den geistigen <hi rend="italic">Goliath</hi> kämpfen, und unsern Leib mit den Schönheiten der Tugend bereichern.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Salomon</hi> sollen wir, so viel wir können, Frieden halten; denn selig sind die <hi rend="italic">Friedsamen</hi>, sie sind <hi rend="italic">Kinder Gottes</hi>.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Roboam</hi> sollen wir ein großes Volk seyn auf Erden, und die Einheit des Geistes durch das Band des Friedens und der Liebe bewahren.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Abias</hi> sollen wir uns einander lieben. Wir haben alle den nämlichen <hi rend="italic">Vater</hi> im Himmel, der uns freiwillig durch das Wort der Wahrheit erschaffen hat, daß wir Seine Segnungen besitzen, und in der Hoffnung frohlocken können, Seine Kinder zu seyn.</p>
         <p>In Asa sollen wir uns wegheben über das niedrige Drängen und Treiben der Fünfsinnenmenschen; denn Gott hat uns berufen zur <hi rend="italic">Lauterkeit</hi> und <hi rend="italic">Heiligkeit</hi>.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Josaphat</hi> sollen wir ein gerechtes Urtheil fällen. Mit dem Maße, womit wir messen, wird uns wieder gemessen.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Joram</hi> sollen unsere Gedanken erhoben seyn zu <hi rend="italic">Gott</hi>, wo <hi rend="italic">Jesus Christus</hi> zur <hi rend="italic">Rechten Gottes</hi> sitzt. Wir sollen trachten nach dem, was droben ist, und nicht nach dem, was unten ist.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Ozias</hi> sollen wir stark seyn in allen Trübsalen und Verfolgungen nach dem Beispiele <hi rend="italic">Jesu</hi> und Seiner <hi rend="italic">Heiligen</hi>.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Joathan</hi> sollen wir vollkommen seyn, wie unser Vater im Himmel vollkommen ist. Wir sollen gutes Beispiel geben in aller Weisheit, und auf Andere einwirken zum Guten.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Achaz</hi> sollen wir die Hand des <hi rend="italic">Herrn</hi> ergreifen, damit wir nicht abirren vom rechten Pfade in den Finsternissen dieses Lebens.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Ezechias</hi> sollen wir unserm Widersacher tapfer widerstehen, nicht auf uns selbst uns verlassen, sondern auf die Stärke des <hi rend="italic">Herrn</hi>.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Manasses</hi> sollen wir die Unbilden vergessen, die Andere uns anthun, nach dem Gebete des Herrn: „<hi rend="italic">Vergib uns unsere Schulden,wie wir vergeben unsern Schuldigern</hi>.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Amon</hi> sollen wir im Glauben feststehen und den Schild des Glaubens ergreifen, wodurch wir alle feurigen Pfeile des <hi rend="italic">Satans</hi> aufhalten können. </p>
         <p>In <hi rend="italic">Josias</hi> sollen wir das Heil <hi rend="italic">Gottes</hi> suchen, damit wir nicht im Unglauben erblinden. </p>
         <p>|Sp. 1089| In <hi rend="italic">Jechonias</hi> sollen wir uns auf die Ankunft des <hi rend="italic">Herrn </hi>gefaßt halten.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Salathiel</hi> soll unser Verlangen immer auf <hi rend="italic">Gott</hi> gerichtet seyn, damit unsere Freude voll werde. Um was wir immer dann den <hi rend="italic">Vater</hi> bitten werden durch den <hi rend="italic">Mittler</hi>, das wird Er uns geben.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Zorobabel</hi> sollen wir Freunde der Wahrheit seyn, und nicht die Wahrheit in der Ungerechtigkeit aufhalten, „<hi rend="italic">Wer ein Freund der Wahrheit ist, der höret Mich</hi>,“ sagt <hi rend="italic">Jesus</hi>.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Abiud</hi> soll <hi rend="italic">Gott</hi> unser <hi rend="italic">Vater</hi> und wir Seine <hi rend="italic">Kinder</hi> seyn, und den Geist der Kindheit haben. Dann sind wir auch Erben und zwar Miterben <hi rend="italic">Jesu Christi</hi>.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Eliachim</hi> sollen wir aufstehen vom Grabe böser Gewohnheiten zur Höhe der Tugend, vom Irdischen zum Himmlischen.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Azor</hi> sollen wir durch göttliche Gnade unterstützt alles Widerwärtige geduldig ertragen, und <hi rend="italic">Gott</hi>, unsern <hi rend="italic">Helfer</hi>, preisen in unbesiegbarem Vertrauen.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Sadok</hi> sollen wir in aller Gerechtigkeit des <hi rend="italic">Herrn </hi>wandeln.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Achiam</hi> sollen wir Brüder <hi rend="italic">Jesu</hi> seyn, sollen nüchtern, gerecht und fromm leben.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Eliud</hi> sollen wir keinen andern <hi rend="italic">Gott</hi> haben, als den durch <hi rend="italic">Jesus Christus Geoffenbarten</hi>, und vor Niemand Anderm die Kniee beugen.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Eleazar</hi> sollen wir keinen andern <hi rend="italic">Helfer</hi> suchen und keinen andern <hi rend="italic">Trost</hi>, als <hi rend="italic">Jesus Christus</hi>.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Nathan</hi> soll uns das Geschenk himmlischer Gnade werden: „<hi rend="italic">der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rathes und der Stärke, der Geist der Wissenschaft und der Frömmigkeit, und der Geist der heilsamen Furcht</hi>.“</p>
         <p>In <hi rend="italic">Jacob</hi> sollen wir das Laster unter die Füße treten, und die Tugend pflanzen in uns, damit wir verdienen, einst verpflanzt zu werden in den Garten des <hi rend="italic">Herrn</hi>, um ewig vor <hi rend="italic">Gott</hi> zu blühen.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Joseph</hi> sollen wir wachsen im Guten von Tag zu Tag, und aufsteigen von Tugend zu Tugend, bis wir zu <hi rend="italic">Christus </hi>kommen.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Maria</hi> sollen wir auch <hi rend="italic">Sterne</hi> werden in der <hi rend="italic">Kirche Gottes</hi>, und dem <hi rend="italic">Herrn</hi> eine helle Wohnung bereiten in einem reinen Herzen.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Jesu</hi> unserm <hi rend="italic">Herrn</hi> und <hi rend="italic">Erlöser</hi> müssen wir erst auswachsen im Guten und in <hi rend="italic">Christo</hi> Christen seyn, und mit Ihm wandeln, und wie Er Seine Seele für die unsere gegeben hat, so sollen wir unsere Seele Ihm weihen, uns selbst verläugnen, täglich unser Kreuz auf uns nehmen, und Ihm nachfolgen.</p>
         <p>Dann kommen wir in eine Herrlichkeit, die auf Erden kein Auge gesehen, kein Ohr gehört und kein menschliches Herz jemals begriffen hat.</p>
         <p>Die weiblichen Namen, die im <hi rend="italic">Stammbuche</hi> vorkommen, sind folgende:</p>
         <p>
            <hi rend="italic">Thamar</hi>: so viel als „<hi rend="italic">Hand</hi>.“ Die Seine blutete am Kreuze den Balsam, dessen wir bedürfen.</p>
         <p>
            <hi rend="italic">Rahab</hi>: heißt so viel als „<hi rend="italic">Breite</hi>.“ <hi rend="italic">Dessen Reich kein Ende nehmen wird</hi>.</p>
         <p>
            <hi rend="italic">Ruth</hi>: so viel als „<hi rend="italic">eilfertig</hi>.“<hi rend="italic"> Das Himmelreich nahet heran.</hi>
         </p>
         <p>
            <hi rend="italic">Bethsabee</hi>: soviel als „<hi rend="italic">Tochter des Schwurs</hi>.“</p>
         <p>Sie alle waren Sünderinnen, und befanden sich in Nacht und Schiffbruch. Da leuchtete herab der <hi rend="italic">Stern des Meeres</hi>, MARIA, der seither aus den Ungewittern in den Hafen leitet.</p>
         </div>
       
         <div type="kn">
         <head>Kirchliche Nachrichten.</head>
         <p rend="UKZ 4 12 kursiv">Modena.</p>
         <p>† <hi rend="italic">Modena</hi>, den 8. August. Am 5. d. M. starb hier Msgr. <hi rend="italic">Aderdat Galeffi</hi>, Bischof dieser Stadt. Der würdige Prälat, vom St. Benedictiner-Orden, wird von den Angehörigen seines Sprengels tief betrauert. </p>
         <p rend="UKZ 7 11 zeitschriften">(Univers)</p>
         <p>
            <hi rend="italic">Reggio</hi>. Dahier haben mehrere fromme Frauen einen <hi rend="italic">Verein christlicher Mütter</hi>" zu dem Zwecke gebildet, um sich in |Sp. 1090| der Erziehung ihrer Kinder, diesem hochwichtigen Berufe, dessen ganze Bedeutung sie erfaßt haben, gegenseitig durch Rath und Gebet zu unterstützen. Der Verein hat die Genehmigung des Bischofs erhalten, und sich unter den Schutz der heil. Monika gestellt. Der feierlichen Eröffnung ging eine dreitägige Andacht voran, während welcher in allen Kirchen um das Gedeihen und die Ausbreitung des Vereins gebetet wurde.</p>
         <p>— Zu <hi rend="italic">Brescello</hi> im Herzogthum Modena ist eine neue Kirche gebaut und von Hrn. <hi rend="italic">Cattani</hi>, Bischof von <hi rend="italic">Reggio</hi>, eingeweiht worden. </p>
         <p rend="UKZ 7 11 zeitschriften">(Sion)</p>
         <p rend="UKZ 4 12 kursiv">Parma.</p>
         <p>† <hi rend="italic">Piacenza</hi>. Nicht allein zu <hi rend="italic">Rom</hi> ist die Säcularfeier des Fests des heil. <hi rend="italic">Vinzenz von Paula</hi> mit großem Pompe begangen worden, sondern auch hier. Mehrere benachbarte Bischöfe hatten sich eingefunden, und mit ihnen eine unzählige Menschenmenge, Mehrere Lobreden wurden gesprochen, die von hoher Eloquenz Zeugniß ablegten. Als Hauptredner traten auf die HH. <hi rend="italic">Astimagno</hi>, <hi rend="italic">Biguami</hi> und <hi rend="italic">Barbieri</hi>.</p>
         <p rend="UKZ 7 11 zeitschriften">(Gaz. di Milano)</p>
         <p rend="UKZ 4 12 kursiv">Ungarn.</p>
         <p>
            <hi rend="italic">Pesth</hi>, den 1. Aug. Die Nachricht eines deutschen Predigers, der <hi rend="italic">Ungarn</hi> bereiste, und dann in <hi rend="italic">Tholuck's</hi> Zeitschrift drucken ließ, daß wir <hi rend="italic">Protestanten Ungarn's</hi> uns zum <hi rend="italic">Mysticismus</hi> neigten, ist eine Unwahrheit. — Das „Leben Jesu" von <hi rend="italic">Strauß</hi> ist hier längst bekannt, findet aber wenig Beifall. </p>
         <p rend="UKZ 7 11 zeitschriften">(Allg. K.-Ztg.)</p>
         <p>
            <hi rend="italic">Erlau</hi>, den 24. Mai. Heute ließ Se. Exellenz der hochwürdigste Herr Patriarch-Erzbischof die irdischen Ueberreste von drei Erlauer Bischöfen (Stephan Telekesy, Graf Gabriel Erdödy und Graf Karl Esterhazy) und zwei Erzbischöfen (Franz Fuchs und Baron Stephan Fischer) von ihrer zeitweiligen Ruhestätte in die schöne Gruft der neuen Metropolitan-Kirche übertragen und feierlich beisetzen. Die bei dieser Gelegenheit von dem hochw. Herrn Abte und Domherrn <hi rend="italic">Johann v. Frimm</hi> gehaltene Trauerpredigt hat die Herzen aller Anwesenden tief gerührt.</p>
         <p rend="UKZ 7 11 zeitschriften">(Bemerker)</p>
         <p>
            <hi rend="italic">Gran</hi>. Se. Heiligkeit der römische Papst <hi rend="italic">Gregor XVI</hi>. hat an den hochwürdigsten Herrn Stephan v. <hi rend="italic">Kollár</hi>, erwählten Tribunitzer Bischof, und Sede Archipiscopali vacante Capitular-General-Vicar, der Sr. Heiligkeit zum neuen Jahre die kindlichen Glückwünsche der gesammten Graner Erzdiöcese in einem ehrfurchtsvollen Schreiben vorgetragen, und einen neuen Schematismus Archi-Dioecesis Strigoniensis pro Anno MDCCCXXXVII eingesandt hatte, unter dem 12. Aprill eine gefühlvolle Zuschrift erlassen. </p>
         <p rend="UKZ 7 11 zeitschriften">(Agramer polit. Ztg.)</p>
         <p rend="UKZ 4 12 kursiv">Böhmen.</p>
         <p>
            <hi rend="italic">Prag</hi>. Dem ermunternden Beispiele der Budweiser Diöcese ist zunächst die Prager Erzdiöcese nachgefolgt; auch sie sendete dieses Jahr einen Glaubensboten in die nordamerikanischen Provinzen. Sein Name ist <hi rend="italic">Clemens Hammer</hi>. Er ist aus Joachimsthal im Ellbogner Kreise gebürtig, und empfing den 15. Juli 1833 die Priesterweihe. Die kurze Dauer seines priesterlichen Wirkens hindurch erwarb er sich den Namen eines sehr eifrigen, vom echten kirchlichen Geiste beseelten Priesters. Ein herrschender Zug in seinem Character war die entschiedenste Abneigung gegen Doctrinen, welche einer Art Schule eigenthümlich sind. Er sah darin das Grab des wahren römisch-katholischen Sinnes, und was sicher daraus nothwendig hervorgeht, aber hier durch angenommene Grundsätze noch näher vorbereitet ist, ein gewaltiges Hinneigen zum Protestantismus, und trat darum bei jeder sich darbietenden Gelegenheit, als ein eifriger Bekämpfer auf. Diese seine Grundsätze waren die Frucht langwieriger Forschungen, und nicht geringer innerer Kämpft, aber desto fester haben sie sich ausgebildet. Er erhielt die Aufnahme in die Diöcese Detroit durch den Generalvicar derselben, Hrn. <hi rend="italic">Baraga</hi>, bei seiner letzten Anwesenheit in Wien, und würde ihm sogleich gefolget seyn, wenn nicht jener zu sehr zu seinen Wilden geeilt hätte, denen er ja versprochen hatte: Und wenn sie mich in Europa zu der höchsten Kirchenstelle erheben wollen, so komme ich zurück. Herr <hi rend="italic">Hammer</hi> verwendete daher noch einige Zeit auf das Studium |Sp. 1091| der engl. Sprache, leitete unterdessen Alles zu seiner Abreise ein, welche er vor Frohnleichnam nach Wien antrat, wo er den 5. Juni über Linz, München, Straßburg etc. seinem edlen Ziel entgegeneilte. Seine Unterstützung nahm der Leopoldinen-Verein über sich. — Er verließ Havre de Grace den 20. Juli. Dort traf er mit dem Bischof <hi rend="italic">Rese</hi> zusammen, der auf einer Reise nach Rom begriffen. </p>
         <p rend="UKZ 7 11 zeitschriften">(Bemerker)</p>
         <p rend="UKZ 4 12 kursiv">Deutschland.</p>
         <p rend="UKZ 5 11 kursiv mitte">Bayern</p>
         <p>
            <hi rend="italic">München</hi>, den 9. August. Heute Abend traf der gefeierte Sänger der Tunisias, der Perlen der heiligen Vorzeit etc., der Patriarch, Erzbischof von <hi rend="italic">Erlau</hi>, Ladislaus v. <hi rend="italic">Pyrker</hi> von Felsö-Eör, aus Karlsbad hier ein, erwartet von einer großen Zahl von Verehrern, deren er in allen Ländern so viele zählt. Wie wir hören, beabsichtigt derselbe, Gastein noch als Nachcur zu gebrauchen, und dann Venedig zu besuchen. </p>
         <p rend="UKZ 7 11 zeitschriften">(Allg. Z.)</p>
         <p>— Eine detaillirte Rechnung weiset aus, daß in dem Krankenhause zu München unter der Leitung der barmherzigen Schwestern in einem einzigen Jahre über 12,000 fl. erspart worden sind. Die separirte Regie der Blatternanstalt zu Schwabing kostete dem allgemeinen Krankenhause jährlich 7000 fl., obwohl sie nie mehr als höchstens 20 Patienten auf einmal zählte. Durch die Verlegung der Blatternanstalt in das allgemeine Krankenhaus wurde es möglich, daß die Schwestern, mit Beihilfe von zwei Wärterinnen und höchstens noch einem Wärter, dieselbe, obschon sie in dem Winter 1832/33 immer 30-40 Patienten und darüber zählte, um weniger, als den dritten Theil jener Summe besorgen konnten. </p>
         <p rend="UKZ 7 11 zeitschriften">(Bemerker)</p>
         <p>— den 17. August. Vor einigen Tagen ist die Generaloberinn des Ordens der barmherzigen Schwestern in Bayern von ihrer Reise, die sie, begleitet von dem Beichtvater und drei Schwestern, in Ordensangelegenheiten nach Straßburg in ihr Mutterhaus gemacht hatte, wieder hier angekommen. Der edle Magistrat der Haupt- und Residenzstadt bewillkommnete sie durch eine an die nächste Poststation Fürstenfeldbruck abgesandte Deputation auf das Freundlichste. </p>
         <p rend="UKZ 7 11 zeitschriften">(Frankf. J.)</p>
         <p>†— Es sind nun 40 Jahre her, daß Hr. v. <hi rend="italic">Montgelas</hi>, damals Minister in Bayern, mit einer völlig philosophischen Erbitterung die Zerstörung der Klöster betrieb, eben so wie es kurz zuvor der Kaiser <hi rend="italic">Joseph II</hi>. in den Oesterreichischen Staaten gethan hatte. Damals beklagte man sich in Bayern, aber das Ministerium wußte das Ohr des Landesherrn gegen alle dergleichen Klagen zu verschließen, verfolgte das angefangene Werk im Zerstören, Unterdrücken, Abändern und besonders noch darin, daß es die Jugenderziehung in die Hände der Feinde der Geistlichkeit legte, oder doch in die Hände von Lehrern, welche die Religion als etwas Gleichgiltiges ansahen. Gegenwärtig ärntet man die Früchte dieser unheilvollen Politik, und die Abgeordneten-Kammer zu <hi rend="italic">München</hi> zeigt sich als würdige Erbinn der Vorurtheile des Hrn. von <hi rend="italic">Montgelas</hi> und der philosophischen Schule unserer Zeit. Bekanntlich suchte König <hi rend="italic">Ludwig</hi>, Sohn und Nachfolger <hi rend="italic">Maximilians</hi>, besonders seit einigen Jahren das Uebel wieder gut zu machen, welches die Schwäche seines Vaters herbei geführt hatte. Er hatte nach und nach mehrere Klöster wieder hergestellt, und es gibt gegenwärtig in dem bayerischen Lande überhaupt 84 Klöster, nämlich 53 Mönchs- und 31 Nonnen-Klöster. Anscheinlich hat dieses Zunehmen frommer Anstalten die liberalen Bayern in Schrecken gesetzt. Die Abgeordneten-Kammer hat die Summe von 81,517 fl., die zum Bedarf der Klöster auf das Budget getragen waren, und welche als Ersatz der frühern Einkünfte diesen Anstalten gelten sollen, bewilliget, und insofern läge darin eine Art Wiedererstattung, die freilich nicht nach dem Geschmack solcher Leute ist, die den Klerus nicht lieben, und ihn stets der Plünderung und dem Joche preisgegeben sehen wollen. — Die bayerische Abgeordneten-Kammer hat bei Bewilligung der 81,517 fl. sorgfältig stipulirt, daß keine neuen Klöster mehr errichtet werden dürfen. Bei der Diskussion wurde zur Sprache gebracht, dergleichen Institutionen seyen im Widerspruch mit den Sitten und Gewohnheiten des bayerischen Volkes: man habe jetzt einfachere Jugendunterrichts-Mittel, als Mönchs-Anstalten; das Klosterleben mache die Staatsbürger wenig geeignet zur Erfüllung der socialen Pflichten; besonders |Sp. 1092| sey es abstoßend, die moralische und intellektuelle Ausbildung der Jugend und die Verbreitung der Aufklärung Bettel-Orden anzuvertrauen. Auf diese den Bannfluch aussprechende Deklamationen gibt es nur Eine Antwort, die, daß alle großen Männer aus dem Jahrhunderte <hi rend="italic">Ludwig's XIV</hi>. ihre Erziehung von Priestern und Mönchen erhalten hatten.</p>
         <p>Endlich hat die bayerische Abgeordneten-Kammer in diesem Punkte ihre Wünsche in sechs verschiedenen Sätzen an den Tag gelegt. Sie verlangt: </p>
         <p>1) daß die Finanzen des Landes nicht ferner zur Gründung oder Herstellung von Klöstern verwendet werden; (angenommen mit 71 Stimmen gegen 43). </p>
         <p>2) daß die Anlegung von Klöstern, selbst aus Privatstiftungen, fernerhin nicht erlaubt werde, es wäre denn, daß sie zur Ersetzung des Mangels an im Amte fungirenden Priestern, und zur Abwartung der Kranken erforderlich wären; (angenommen mit 76 gegen 38 Stimmen). </p>
         <p>3) daß die zur Dotation einer Pfarre bewilligten Fonds nicht ihrer Bestimmung entzogen, und zur Dotirung eines Klosters oder zum Unterhalt von Mönchen verwendet würden; (angenommen mit 100 Stimmen gegen 10). </p>
         <p>4) daß es ebenso mit den zum Zweck der Jugenderziehung bewilligten Dotationen gehalten werde, wenn nicht die dabei interessirte Gemeinde ein Anderes verlange, und der Provinzialrath solches nicht genehmige; (angenommen mit 99 Stimmen gegen 11). </p>
         <p>5) daß Sammelgänge untersagt werden; (angenommen mit 98 Stimmen gegen 12). </p>
         <p>6) daß die Mönche, welche sich dem Jugendunterrichte widmen wollen, eine umfassende gelehrte Ausbildung erhalten haben, und sich denen im Königreiche vorgeschriebenen Prüfungen unterwerfen müssen; (angenommen mit 111 Stimmen gegen 9). — Hier sieht man, wie überwiegend die Majorität der Feinde der Klöster ist. Wird König <hi rend="italic">Ludwig'</hi>s guter Wille über so übelwollende Dispositionen triumphiren können? —</p>
         <p rend="UKZ 7 11 zeitschriften">(Ami de la Religion)</p>
         <p>— Die Kammer der Reichsräthe hat in ihrer Sitzung vom 20. Juli sämmtliche Beschlüsse der Kammer der Abgeordneten in Bezug auf die <hi rend="italic">Klöster</hi> mit großer Mehrheit <hi rend="italic">verworfen</hi>.</p>
         <p rend="UKZ 7 11 zeitschriften">(Sion)</p>
         <p>— den 2. August. In der Kammer der Abgeordneten ging es gestern sehr lebhaft her. Die Klöster waren davon Ursache. Die Kammer der Reichsräthe hatte allen Beschlüssen der Kammer der Abgeordneten über diese nicht zugestimmt. Der zweite Ausschuß beantragte, dabei zu beharren, und hierüber wurde nun lebhaft debattirt. Die Abstimmung ergab, daß die Kammer mit der allerentschiedensten Majorität bei allen sechs Anträgen des Ausschusses, also bei ihrem Beschlüsse <hi rend="italic">beharrte.</hi>
         </p>
         <p rend="UKZ 7 11 zeitschriften">(Allg. K.-Ztg.)</p>
         <p>— Die Dorfzeitung No. 66 enthält einen räsonnirenden Artikel über den Antrag des Abgeordneten <hi rend="italic">von Dobeneck</hi>, Deputirten der bayerischen Stände, in welchem Artikel die <hi rend="italic">Nichtcompetenz</hi> der Kammer über diesen Gegenstand aus dem Grunde einer rein protestantischen Angelegenheit behauptet wird, und worin ferner gesagt wird, der Antrag sey von den Anhängern des „starren Mysticismus“ begünstigt, und der Wunsch, die Consistorien wieder, wie früher, als Ehegerichte zu bestellen, sey „hierarchischer Tendenz." So hofft man aus diesen schlagenden Gegengründen, daß sich die Deputirten nicht werden irre führen lassen, dem Antrag beizustimmen. Uns scheint die Dorfzeitung, die sich sonst so willig als die Posaune rein sittlicher und rein menschlicher Interessen gebrauchen läßt, dießmal einige gellende. Mißlaute in die Luft gestoßen zu haben. Wie wäre es, wenn der Antragsteller die <hi rend="italic">Heiligkeit</hi> des Ehebündnisses, die durch die Natur desselben bedingte Unauflöslichkeit und darum einzig dessen <hi rend="italic">sittliche</hi> Seite im Interesse der <hi rend="italic">ganzen bürgerlichen</hi> Gesellschaft im Auge gehabt hätte? Wenn, wie dieses öffentliche Blatt will, die Consistorien sich nicht mit der Frage über die Scheidungsgründe in Fällen, die den Zweck der Ehe durchaus unmöglich machen, befassen sollen, so wird die Ehe überhaupt durch die Trennung einzelner Ehebündnisse ganz zu einem dinglichen Vertrag herabgewürdigt, und es ist überflüssig, daß die respective Geistlichkeit eigends über sie den Segen des Himmels erflehe. Warum finden wir gleichsam, wie durch eine gemeinsame Verabredung oder Offenbarung diese heilige Sitte bei <hi rend="italic">allen </hi>Völkern von einiger Bildung bis in die ältesten Zeiten? Weil der <hi rend="italic">gemeinsame</hi> moralische Sinn in dieser Verbindung etwas <hi rend="italic">heiliges</hi>, <hi rend="italic">religiöses</hi>, <hi rend="italic">geheimnißreiches</hi> ahnte, über dessen |Sp. 1093| Grund er sich doch nicht so recht verständigen konnte. Es wurzelt also weit tiefer in der moralischen Natur des Menschen, als in einer angeblichen „hierarchischen Tendenz", der allgemeine Glaube an das mit dem sittlichen Prinzipe hier eigens und innigst verknüpfte <hi rend="italic">religiöse</hi> Prinzip des Ehebündnisses. Was den „starren Mysticismus“ betrifft, nach dem der Antrag riechen soll, möchten wir den Gegner fragen, was er denn unter Mysticismus verstehe, da das Wort wie eine von ihrem ursprünglichen Gepräge abgeschliffene Münze heute so vieldeutig geworden ist. Wir halten uns gern an der Philosophie der Sprache. Da bezeichnet das Wort den Glauben an etwas Geheimmßvolles, Uebersinnliches im Menschen. Wer in diesem ursprünglichen Sinne sich von allem Mysticismus lossagt, erkennt an dem Menschen nichts Reelles, als was den Keim der Verwesung trägt und nach Moder riecht.</p>
         <p>Als die französischen Kammern unter der Restauration die Auflösungsgesetze des Napoleon'schen Codex in Betreff der Ehe unterdrückten, hielten sie sich darum nicht für ein Concilium. Sie hatten den politischen Zweck der Eintracht zwischen dem Staate und der Kirche im Auge. Und als die Kammern des Großherzogthums Hessen sich für eine würdigere Feier des Sonntags aussprachen, hielten sie sich darum nicht für eine <hi rend="italic">kirchliche </hi>Behörde, sondern der mächtige Einfluß dieser göttlichen Institution auf die Sitten war ihr Motiv.</p>
         <p>Bei dem Ehebündnisse ist die <hi rend="italic">kirchliche</hi> Seite das Secundäre, Bedingte. Das Primitive davon ist das im <hi rend="italic">Wesen</hi> dieses einzigen Vertrages seiner Art begründete <hi rend="italic">Religiöse</hi>. Die Erscheinung dieses mystischen Charakters des ehelichen Verhältnisses drückt sich in dem Glauben aus, <hi rend="italic">Gott</hi> sey der Stifter der Ehe von Anbeginn der Schöpfung. Es wird doch kaum können bezweifelt werden, daß es der <hi rend="italic">allgemeinen Sittlichkeit</hi> besser zusagt, wenn nach diesem alten frommen Glauben auch positiv gesetzlich gehandelt wird, als wenn sich beide Ehegatten gleich einer Münze zum Ein- und Umtausch der fleischlichen Lust behandeln, die, wenn es beliebt, auch in Umlauf gesetzt werden kann.</p>
         <p rend="UKZ 7 11 zeitschriften">(Katholik)</p>
         <p>
            <hi rend="italic">Augsburg</hi>, 13. Aug. Heute fand in der Kathedralkirche dahier die Consekration des hochw. Hrn. <hi rend="italic">Geissel</hi>, früher Domdechanten in Speyer, nun Bischof‘s von <hi rend="italic">Speyer</hi> statt. Consekrator war der hochw. Hr. Erzbischof, Frhr. <hi rend="italic">von Frauenberg</hi>, von <hi rend="italic">Bamberg</hi>, welcher sich zu diesem Akte von München hieher begeben hatte; Assistenten waren der hochw. Hr. Bischof <hi rend="italic">Richarz</hi> von <hi rend="italic">Augsburg</hi> und der hochw. Hr. Abt des Benediktinerstiftes St. Stephan dahier, <hi rend="italic">Barnabas Huber</hi>. Der neugeweihte Bischof begibt sich von hier nach München zum Huldigungseide. In seiner Begleitung befindet sich der als fruchtbarer Schriftsteller rühmlichst bekannte Herr Domkapitular Dr. <hi rend="italic">Weis</hi> von Speyer. </p>
         <p rend="UKZ 7 11 zeitschriften">(Sion)</p>
         <p>
            <hi rend="italic">Regensburg</hi>. Am 4. Mai haben Se. bischöfl. Gnaden das neu restaurirte Frauenkloster, Cisterzienser-Ordens, in Seligenthal bei Landshut, gestiftet von <hi rend="italic">Ludmilla</hi>, der Gemahlinn Herzog <hi rend="italic">Ludwig I</hi>. von <hi rend="italic">Bayern</hi> i.J. 1232, feierlich eröffnet, die gewählte Oberinn kanonisch eingesetzt und 5 Novizinnen eingekleidet. Unter den milden Schenkungen zur Dotation dieses Klosters erwähnen wir: 4000 fl. von dem hochwürdigsten Weihbischofe und Dompropste <hi rend="italic">von Streber</hi> in München; 3000 fl. von dem Hrn. Reichsrathe Grafen <hi rend="italic">Kaspar von Preysing </hi>zu Moos, und 2000 fl. von der Frau Wittwe des sel. Buchhändlers <hi rend="italic">Philipp Krüll</hi> in Landshut. In diesem Kloster erhalten 130 Elementarschülerinnen unentgeldlichen Unterricht, und 36 die Armenmädchenschule besuchende Kinder erhalten vom Kloster unentgeldlich die Kost, auch Kleidung und Bücher. (K.K.Z.) <hi rend="italic">Bamberg</hi>, 7. August. Gestern Abends traf von Karlsbad kommend, Hr. Erzbischof <hi rend="italic">Ladislaus Pyrker</hi> von <hi rend="italic">Erlau</hi>, in Ungarn, der hochberühmte Sänger der Tunisias, hier ein, las heute Morgens in der St. Martins-Pfarrkirche Messe, und wird einige Tage hier verweilen, um die Merkwürdigkeiten der Stadt, insbesondere auch den Dom, dessen Restauration demnächst vollendet seyn wird, zu besichtigen. Von hier wird der Hr. Erzbischof, dem Vernehmen nach, eine Reise über München und Stuttgart und der Schweiz und Italien machen, und von dort direkt nach Wien und Ungarn zurückkehren. </p>
         <p rend="UKZ 7 11 zeitschriften">(Fränk. M.)</p>
         <p>
            <hi rend="italic">Speyer</hi>. Die oberhirtliche Bekanntmachung, daß nach einem allerhöchsten Rescripte, hinsichtlich der religiösen Erziehung |Sp. 1094| der Kinder aus gemischten Ehen der bisherige, auf der langjährigen Uebung beruhende status quo lediglich zu belassen, und alles zwangsweise Einschreiten hierin entfernt zu halten sey, hat nicht nur der katholischen Geistlichkeit und den Katholiken eine große Beruhigung gegeben, sondern wird auch von allen billigdenkenden Protestanten mit entschiedenem Beifall aufgenommen, wie sich das in unserm Kreise, in welchem man gewohnt ist, die Religion und die Gewissensfreiheit als ein eben so unantastbares Heiligthum, wie die Unantastbarkeit der Personen und des Eigenthums zu betrachten, nicht anders erwarten läßt. Das abnorme Verfahren, welches seit Kurzem von einer gewissen protestantischen Seite versucht werden wollte, die Eltern in gemischten Ehen, welche über die religiöse Erziehung ihrer Kinder vor Eingehung ihrer Heirath keine förmlichen Ehepakten errichtet haben, zu zwingen, ihre Kinder auch wider ihren förmlichen gemeinschaftlichen Willen, in der Religion nach dem Geschlechte zu erziehen, war der ganzen Denk- und Handlungsweise der Bewohner unsers Kreises zuwider; denn die religiöse Gewissensfreiheit ist ein Gut, das wir uns um so weniger verkümmern lassen, als wir durch die traurigsten Erfahrungen und die mehr, als hundertjährigen Reibungen der verschiedenen Confessionen endlich zu dieser Gewissensfreiheit und in ihr zum nachbarlich religiösen Frieden gelangt sind, den wir keineswegs gegen den Zwang und die Religionsbedrückungen der früheren Zeiten wieder einzutauschen die Lust haben. Die Religion ist nicht mehr das Gewaltmittel der dominirenden Partei, und Sache des verfolgenden Sektenhasses; sondern sie ist uns das Friedensmittel der bürgerlichen Eintracht und Sache des Gewissens. Wir wollen deßwegen nicht mehr durch Amtsvogte und Ortsbüttel, gegen unsere Ueberzeugung, uns befehlen und mit Zwangsmitteln uns zwingen lassen, in welcher Religion wir selbst leben, und unsre Kinder erziehen wollen; sondern wir wollen nur Gott, dem Gewissen und der in Gott und dem Gewissen gegründeten Kirche allein über das, was unser und unsrer Kinder ewiges Heil betrifft, verantwortlich seyn. Dieß ist auch ganz unsrer Constitution entsprechend, welche die Gewissensfreiheit so feierlich garantirt, und die religiöse Ueberzeugung von Obrigkeitswegen schützt, aber nicht zwangsweise befiehlt. Wie nothwendig es aber auch sey, daß alle nicht bloß schützende, sondern widerrechtlich befehlende Eingriffe in die Gewissensrechte entschieden abgewiesen werden, hat sich in mannigfachen Auftritten gezeigt. Oder was soll man sagen, wenn arme katholische Wittwen vor den protestantischen Pfarrer citirt, und vor diesem ihnen ganz fremden Forum einer einschüchternden Inquisition über die Erziehung ihrer Kinder unterworfen werden; und noch mehr, wenn Eheleute, die einstimmig alle ihre Kinder in die katholische Kirche schicken, durch Schulstrafen genöthigt werden sollen, ihre Kinder in eine protestantische Schule zu schicken? Solche und ähnliche Fälle, welche große Unzufriedenheit und Gährung in die Gemeinden gebracht haben, worin bisher jeder ungestört für sich und die Seinigen den Weg seiner Ueberzeugung gehen konnte, werden nun nicht wiederkehren. — Dem hochwürdigsten Herrn Bischofe <hi rend="italic">Petrus</hi>, der durch Veranlassung des fraglichen allerhöchsten Rescriptes dem beabsichtigten Zwangverfahren die von der Constitution gezogene Gränze neuerdings fest zu stellen vermocht hat, wird auch hiefür der Dank aller Katholiken und sicherlich die Hochachtung der billigdenkenden Protestanten in seinen erweiterten Wirkungskreis folgen. Viele Beamte, welche bei weiterer Durchführung die Gewaltschritte in ihrer Stellung zur Ausführung der beabsichtigten Proselytenmacherei hilfreiche Hand bieten müssen, sind ebenfalls zufrieden, daß sie keine Maßregeln zu ergreifen haben, welche ihnen eben so zuwider, als sie bei allen Unbefangenen gehässig waren, und von denen überdieß zu befürchten stand, daß sie unheilvolle äußere Reactionen in sonst friedlichen Familien und Gemeinden würden hervorgerufen haben.</p>
         <p rend="UKZ 7 11 zeitschriften">(Katholik)</p>
         <p>
            <hi rend="italic">Landau</hi>, den 11. Aug. Wer da weiß, wie der Festtag von Jerusalem sonst und noch im vorigen Jahr begangen wurde, wie der Gottesdienst an ihm allerdings nicht geeignet war, zu jener tiefen Trauer zu stimmen, welche die Aufgabe dieses Tages für jeden Israeliten ist, und wie er noch weniger die Trauer selbst und ihre Veranlassung für Sittlichkeit und Religiosität fruchtbar machen konnte, der wird unserm Herrn Rabbiner <hi rend="italic">Grünebaum</hi> um so mehr Dank wissen für die treffliche Anordnung, die er für diesen Tag traf, und mit welcher er densel- |Sp. 1095| den in diesem Jahre zum ersten Male beging, aber auch der Gemeinde, die, bis auf <hi rend="italic">wenige</hi>, in der Synagoge war, wogegen sich sonst an diesem Tage immer sehr viele entfernt hielten, die Gerechtigkeit widerfahren lassen, eine treffliche, der ernsten Trauer des Tages angemessene Haltung, keinen Augenblick aus den Augen gelassen zu haben.</p>
         <p>Aber wer hätte auch nicht auf's tiefste ergriffen werden müssen, bei der wahrhaft herzergreifenden Schilderung von Jerusalem's Fall in der Predigt des Herrn Rabbiners, und bei den Warnungen und Ermahnungen, die daran geknüpft wurden? Wahrlich, uns mußte so der Tag, wie es in der Predigt hieß, nicht bloß ein Trauerdenkmal der Vergangenheit, sondern auch ein Mahnungsmittel für die Zukunft werden.</p>
         <p>Wir sind überzeugt, daß Niemand gegenwärtig war, der ohne Rührung die Synagoge verließ, Niemand, der nicht völlig überzeugt wurde, daß in der neuen Ordnung nicht das <hi rend="italic">Geringste</hi>, selbst gegen die Anordnungen der <hi rend="italic">nach</hi>-<hi rend="italic">talmudischen </hi>Rabbinen, lag, und daß wahre Religiosität den schönsten Triumph in ihr gefeiert habe. </p>
         <p rend="UKZ 7 11 zeitschriften">(N. Speyer. Ztg.)</p>
         <p rend="UKZ 5 11 kursiv mitte">Churhessen.</p>
         <p>
            <hi rend="italic">Marburg</hi>, den 31. Juli. Prof. <hi rend="italic">Müller</hi>, ein geborener Schlesier, welcher vor zwei Jahren mit einem Gehalte von 1000 Thlr. von Göttingen, wo er als Prediger an der Universität und als Privatdocent einige Jahre gestanden hatte, als Professor der Theologie hierher berufen wurde, soll jetzt einer an ihn von der Universität Kiel aus ergangenen Anfrage mit einem höheren Gehalte zu folgen geneigt seyn.</p>
         <p>
            <hi rend="italic">Windecken</hi>, den 1. Juli. Am 22. Mai d. J. ist in einem Convente der Pfarrer in der Classe Windecken der Beschluß gefaßt worden, die sämmtlichen Prediger im Consistorial-Bezirke Hanau zur Unterschrift einer Petition an churfürstliches Ministerium des Innern einzuladen, in welcher Hochdemselben die gemeinschaftlichen Bedürfnisse der bereits im Jahre 1818 unirten evangelischen Kirchen in der Provinz Hanau und dem Großherzogthume Fulda vorgestellt werden, und gebeten wird, zur Einführung der in dem siebten Unionsartikel bezeichneten kirchlichen Bücher geneigtest Verfügung zu treffen. — Der beregte Artikel lautet also:</p>
         <p>„Bis zu anderweiter Einrichtung wird in jeder Kirche die zeitherige Form des Gottesdienstes beibehalten. Das künftig gemeinschaftliche evangelische Consistorium aber wird hiernächst und bald thunlichst die Einführung einer gleichförmigen Agende, sowie eines gemeinschaftlichen Gesangbuches, auch die Verbesserung der bestehenden Kirchenverfassung, veranlassen, und bei der Ausführung die Prediger zuziehen.“ </p>
         <p rend="UKZ 7 11 zeitschriften">(Allg. K.-Ztg.)</p>
         </div>
         <div type="ta">
         <head>Theologische Akademie.</head>
         
         <div type="tapr">
         <head>Protestantische Abteilung.</head>
         <p><title><hi rend="UKZ_11_mitte_fett">* Beiträge zur Würdigung des Apostolischen Symbolums.</hi></title>
          </p>
         <p>
            <hi rend="UKZ_11_mitte_fett">Vom Dr. <seg rend="italic">Constantin Ackermann</seg>, Archidiakonus in <seg rend="italic">Jena</seg>.</hi>
         </p>
         <p>Siebte Gabe.</p>
         <p>Ich glaube an den heiligen Geist, — an seinen, die menschliche Freiheit unversehrt lassenden, still waltenden Einfluß auf mein Inneres und auf die Weltgeschichte; ich glaube, daß die hohen herrlichen Gedanken und Empfindungen, welche die Seele der Edelsten durchglühen, etwas anders sind, als ätherisirte Blutdünste und feine Nervenbebungen; ich erkenne die Möglichkeit und das wirkliche Stattfinden göttlicher Erleuchtungen des menschlichen Geistes an,<note place="foot" xml:id="ftn1" n="1">
               <p rend="UKZ 8 fussnote"> Apost. 28,25. 2 Petr. 1,21. 2 Tim. 3,16.</p>
            </note> die ihn zu einem höheren Verständnisse Gottes und der Welt befähigen; ich zweifle an der Wahrheit derjenigen Stärkungen und Ermutigungen nicht, die sich bei den Aposteln und |Sp. 1096| bei allen treuen Christusfreunden finden, und die sich von allen andern Geistesstärkungen wesentlich, durch den Mangel materieller Grundlagen und Quellen unterscheiden; ihre Begeisterung ist weder eine vom süßen Wein herrührende, noch auch in einer heroischen Gemüthsbeschaffenheit und Stimmung wurzelnde; sie sind stark, wenn sie sich schwach fühlen, und ihr Vermögen ist nur Gottes Gnadengabe.<note place="foot" xml:id="ftn2" n="2">
               <p rend="UKZ 8 fussnote"> Joh. 15,5. 2 Cor. 3,5 ; 12,9-10.</p>
            </note>
         </p>
         <p>Ich glaube an den heiligen Geist, und an seine erhaltende, fortführende und vollendende Beziehung auf das Erlösungswerk; die Kraft, welche die Erlösung wollte, und in's Leben treten ließ, bleibt ihre Pflegerinn und Seele, und bildet sie weiter fort im großen Ganzen der Weltgeschichte und im einzelnen innern Menschenleben. Ja der Geist des Herrn facht dort wie hier zu allen Zeiten aus frommen Glaubenskeimen das steigend sich entwickelnde Leben seiner göttlichen Liebe an, und eignet in dieser Liebe die sonst auseinander gehenden und vereinzelten Lebensrichtungen.<note place="foot" xml:id="ftn3" n="3">
               <p rend="UKZ 8 fussnote"> 1Cor. 12,4-7. Joh. 17,23.</p>
            </note> Und so glaube ich auch, indem ich an eine nie sich erschöpfende oder für immer aufhörende Ausgießung des heil. Geistes glaube, an die unmittelbare Wirkung und Folge derselben, nämlich <hi rend="italic">an die christliche Kirche</hi>, an die große, auch im äußern Leben hervortretende Einheit aller derer, die um Christus, als um ihren religiösen Lebensmittelpunkt versammelt, auf den Glauben an Vater, Sohn und heil. Geist getauft sind, und diesen Glauben vor der Welt bekennen. Sie machen zusammen, wie verschieden und abweichend von einander sie auch in gewissen Einzelheiten auch seyn mögen, doch insofern nur <hi rend="italic">Ein großes Ganze</hi>
            <hi rend="footnote_reference">
               <seg rend="italic">
                  <note place="foot" xml:id="ftn4" n="4">
                     <p rend="UKZ 8 fussnote"> Joh. 10,16. Eph. 4, 3. ff. Röm. 12,4-5.</p>
                  </note>
               </seg>
            </hi> aus, insofern sie sich alle in heilsbedürftiger und heilempfangender Beziehung auf Christum wissen, und nach Kräften alle darauf hinarbeiten, durch den Glauben, der in der Liebe thätig ist, den Grundgedanken des Evangeliums vom <hi rend="italic">Reiche Gottes</hi> im weltgeschichtlichen Leben zu verwirklichen. Die dafür Eifrigsten und innerlich Befähigsten bilden im Schoße der <hi rend="italic">sichtbare die unsichtbare Kirche, oder die Gemeinde der Heiligen</hi>,<note place="foot" xml:id="ftn5" n="5">
               <p rend="UKZ 8 fussnote"> Joh. 14,22. Eph. 2,19.</p>
            </note> d. i. der hienieden zwar noch nicht vollkommen Geheiligten, doch aber durch Gottes Gnade in stiller Treue am inwendigen Menschen stets Wachsenden und Zunehmenden, und in der höhern Welt die höchste Vollkommenheit und Seligkeit Erreichenden.<note place="foot" xml:id="ftn6" n="6">
               <p rend="UKZ 8 fussnote"> Matth, 5,48. Eph. 2,21. 22. Phil. 1,6. 1 Thess. 5,23.</p>
            </note>
         </p>
         <p>Mag die Welt auch noch so sehr in Gottesvergessenheit und wilder Hast nach unhaltbarer Lust versunken seyn, — mag auch der Lärm und Prunk des Tags so manchen Schmerzensruf der innern Tiefe zu übertäuben, und das Dunkel der weithin noch herrschenden Sünden- und Todesnacht zu verhüllen sich bemühen, — diese freilich nicht wegzuläugnende Nachtseite des irdischen noch unerlösten Lebens ist doch nun nicht mehr die einzige, ja nicht einmal mehr die vorwaltende, seitdem die Strahlen der Ostersonne und die Flammen der apostolischen Pfingstbegeisterung die Welt durchdrungen haben. Es gibt nun doch auch ein im steten Zunehmen begriffenes, Gott zugewendetes Lichtgebiet, das nicht mehr unter dem Fluch und unter der Herrschaft der Sünde seufzt, — und jeder, der dieß Gebiet betritt, der in die christliche Kirche aufgenommen, der Gemeinde der Heiligen, d. h. der vom heil. Geist erfüllten Christen treu sich anschließt, hat Theil an der hier einheimischen herrlichen Freiheit der Kinder Gottes,<note place="foot" xml:id="ftn7" n="7">
               <p rend="UKZ 8 fussnote"> Joh. 8,36. Röm. 8,21.</p>
            </note> und an allen den Segnungen, Tröstungen und Verheißungen, womit der heil. Geist die Braut des Erlösers,<note place="foot" xml:id="ftn8" n="8">
               <p rend="UKZ 8 fussnote"> Eph. 5,25. ff. Off. Joh. 22,17.</p>
            </note> die christliche Kirche ausgestattet, hat. Außerhalb der christlichen Kirche, jenseit des lebendigen Zusammenhangs zwischen ihr und der versöhnenden Liebe, welche der Sünde und dem Tode die Macht genommen, — wo fände ich eine solche feste Bürgschaft und Gewißheit für meiner Seele Heil und Seligkeit, als sie mir dort gewährt ist?<note place="foot" xml:id="ftn9" n="9">
               <p rend="UKZ 8 fussnote"> Joh. 6,68. Apost. 5,20. 1 Joh. 5,15.</p>
            </note> Hier ruhte sie bloß auf der schwankenden und von allen möglichen Zweifeln stets untergrabenen Spitze meiner selbst erzeugten Hoffnungen und Gedanken; dort aber ist sie auf den Felsen gebaut, der es thatsächlich erwiesen hat, daß auch die Pforten der Hölle ihn nicht zu überwältigen vermögen.<note place="foot" xml:id="ftn10" n="10">
               <p rend="UKZ 8 fussnote">  Matth. 16,18.</p>
            </note> |Sp. 1097| Darum erhebt meine Seele den Herrn, und mein Geist freut sich Gottes, meines Heilandes!<note place="foot" xml:id="ftn11" n="11">
               <p rend="UKZ 8 fussnote">  Luk. 1,46-47.</p>
            </note> Auch das Bewußtseyn meiner Schwachheit und meiner Sünde kann diese Freude nicht dämpfen und ersticken, — ich glaube in der christlichen Kirche <hi rend="italic">an die Vergebung der Sünden</hi>, denn der Herr will nicht den Tod des Sünders, sondern daß er lebe und sich bekehre,<note place="foot" xml:id="ftn12" n="12">
               <p rend="UKZ 8 fussnote">  Jes. 18,23; 33,11.</p>
            </note> und er hat mehr Freude über Einen Sünder, der Buße thut, denn über 99 Gerechte, die in ihrem pharisäischen Dunkel der Buße nicht zu bedürfen glauben.<note place="foot" xml:id="ftn13" n="13">
               <p rend="UKZ 8 fussnote">  Luk. 15,7; 18,11.</p>
            </note> Der Sohn Gottes, welcher Macht hat, Sünden zu vergeben, hat diese Macht den Dienern des göttlichen Worts in der christlichen Kirche übertragen und zu ihnen gesprochen: welchen Ihr die Sünden vergebet, denen sind sie vergeben,<note place="foot" xml:id="ftn14" n="14">
               <p rend="UKZ 8 fussnote">  Matth. 9,6. Joh. 20,23.</p>
            </note> und welchen Ihr sie behaltet, denen sind sie behalten.</p>
         <p>Ja, auch der Modergeruch des Grabes und die finstre Tiefe, in welcher die Verwesung wohnt, erschrecken und erschüttern dann mich nicht, wenn ich mich als ein lebendiges Glied am heil. Leib des Herrn fühle; denn ich weiß dann durch das Licht des heil. Geistes, <hi rend="italic">an welchen</hi> ich glaube, und bin gewiß, daß weder Gegenwärtiges noch Künftiges, weder Hohes noch Niedres, weder Fürstenthum noch Gewalt, weder Tod noch Leben mich von der Liebe dessen scheiden kann,<note place="foot" xml:id="ftn15" n="15">
               <p rend="UKZ 8 fussnote">  2 Tim. 1,12. Röm. 6,33-39. 1Petr. 1,3-4.</p>
            </note> der auch mich wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung, und mich am jüngsten Tag sammt allen Todten auferwecken und mir ein ewiges Leben geben wird.</p>
         <p>
            <hi rend="italic">Ich glaube an eine Auferstehung des Fleisches</hi>,<note place="foot" xml:id="ftn16" n="16">
               <p rend="UKZ 8 fussnote">  Joh. 5,28. Apost. 24,15. 1 Cor. 6,14.</p>
            </note> — ich glaube an die gleiche Gotteswirksamkeit und Kraft im Heiligungs- und Erlösungswerke, wie im Werke der Schöpfung; ich hege den schwachen Gedanken nicht: Die Allmacht habe in der Schöpfung am Anfange der Zeiten sich erschöpft, und sey deßhalb am Ende der Erdenzeit nicht mehr im Stande, den verwesten Staub zu neuen Lebensformen zu erheben. War es der Gottheit möglich, einen natürlichen Leib für dieses Erdenleben zu erschaffen, so wird es ihr auch wohl nicht unmöglich seyn, einen geistigen verklärten Leib für die höhere Welt aus den Grüften auferstehen zu lassen.<note place="foot" xml:id="ftn17" n="17">
               <p rend="UKZ 8 fussnote">  1 Cor. 15,44.</p>
            </note> — O Gnade des Höchsten, wie tief herabsteigend und einwirkend bezeugst Du Dich! auch das Niedere soll erhoben und verherrlichst, auch das Leibliche soll vergeistigt, auch das Irdische zur Theilnahme am Himmlichen befähigt werden!<note place="foot" xml:id="ftn18" n="18">
               <p rend="UKZ 8 fussnote">  1 Cor. 15,53.</p>
            </note> Ja dann, wenn die letzte Nacht vorüber ist, erwachen die Erlösten im Morgenglanz der Ewigkeit, und gehen, zur reinen Ebenbildlichkeit des dreimal Heiligen verklärt, in jene Herrlichkeit ein, in welchen die immer vollkommener werdende Empfänglichkeit für den h. Geist der Liebe Gottes immer vollere, höhere, seligere Pulsschläge des <hi rend="italic">ewigen Lebens</hi> erstreben und erschwingen wird!<note place="foot" xml:id="ftn19" n="19">
               <p rend="UKZ 8 fussnote">  Ps. 16,11; 17,9. 1 Cor. 2,9. Col. 3,20. 1 Petr. 1,8.</p>
            </note>
         </p>
         </div>
         </div>
         <div type="lit">
         <head>Literatur.</head>
         <div type="litis">
         <head>Israelitische Abtheilung.</head>
         <p>
            <hi rend="UKZ_11_mitte_fett">* Ein Wort über Erbauungsschriften mit Bezug auf Dr. <seg rend="italic">Formstecher's</seg> Andachtsbüchlein.</hi>
         </p>
         <p>
            <hi rend="UKZ_11_mitte_fett">Von Dr. <seg rend="italic">Adler</seg> in Unsleben.</hi>
         </p>
         <p>Die empfehlende Anzeige des isr. Andachtsbüchleins von Dr. <hi rend="italic">Formstecher</hi> (in d. <hi rend="italic">Universal-K.-Ztg.</hi> No. 5) gibt uns Veranlassung, hier noch einiges über Erbauungsschriften zu bemerken, das vielleicht der Aufmerksamkeit nicht unwerth ist. Wir sind zunächst mit dem Verf. darüber einverstanden, daß häufig durch den untersuchenden Verstand, welcher die Religionslehren prüft, um wesentliche Lehren von unwesentlichen Nebendingen zu scheiden, das wäre religiöse Gefühl erkaltet und erstarrt und daher durch gute Erbauungsmittel wieder geweckt werden muß. |Sp. 1098| Besonders bedarf die zartere Jugend solcher Erweckung, da in den Familien selbst oft alle Gelegenheit fehlt, den Kindern die nöthigen religiösen Andrücke zu geben. So viel auch zur Verbesserung der religiösen Verhältnisse in Israel geschieht, so wird doch jede eigentliche Verbesserung erst im kommenden Geschlechte Wurzel fassen; denn theils ist solche niemals das Werk <hi rend="italic">einer </hi>Generation, theils ist hier besonders der Weg der ruhigen Fortbildung der zuverlässigere und friedlichere. Darum sollten wir uns auch jeder Uebereilung enthalten; was wir nicht erreichen, bleibt unsern Kindern vorbehalten; genug wenn wir zur Befestigung eines guten Grundes beitragen, auf welchem das kommende Geschlecht weiter bauen könne. Auf die religiöse Erziehung der Jugend haben wir demnach unsre ganze Aufmerksamkeit zu richten, und hierzu genügt es nicht, Schulen zu errichten und Lehrer anzustellen, sondern es muß für zweckmäßige <hi rend="italic">Kinder</hi>- und <hi rend="italic">Jugend</hi>-<hi rend="italic">Schriften</hi> und Anleitungen für Eltern, namentlich für <hi rend="italic">Mütter</hi>, ihre Kinder zu unterrichten, gesorgt werden. Ein vorzügliches Mittel, in der Jugend religiöses Gefühl anzuregen, bietet ohne Zweifel ein <hi rend="italic">Andachtsbuch</hi> dar, und gewiß hat schon mancher mit Ref. es bedauert, daß es bisher in Israel daran fehlte. Um, so erfreulicher ist es, in dem vorliegenden ein recht brauchbares Büchlein <hi rend="italic">empfehlen</hi> zu können. Hr. Dr. <hi rend="italic">Formstecher</hi> verdient den Dank aller Freunde des Guten, und wird ihn sicherlich in weiter Verbreitung des Buches finden. Wir wollen darum nicht verhehlen, daß dasselbe, so sehr es auch manchen wohlbegründeten Erwartungen entspricht, doch noch manches zu wünschen übrig läßt. So hätte Referent z. B. es wohl für zweckmäßig gehalten, einem solchen Büchlein auch religiös-moralische Erzählungen beizufügen. Doch ist dieß nur individuelle Ansicht. Andere Ausstellungen mögen wir um so weniger unterdrücken, als wir damit überhaupt andeuten, was bei solchen Schriften zu beobachten, und als eine zweite Auflage dem Mangel abhelfen kann. Die Sache ist zu heilig, als daß wir zu fürchten hätten, der verehrte Hr. Verf. werde dieß mißdeuten. Sein Buch zerfällt in 3 Abtheilungen; </p>
         <p>1) <hi rend="italic">tägliche</hi> Gebete, 14 Morgen- und 15 Tischgebete, 15 vor dem Unterricht; 2) Gebete für besondere Zeiten und Verhältnisse, 9 für den Sabbath, 6 für Neujahr, 4 für den Versöhnungstag, 6 für das Wochenfest; 12 für den Frühling, 8 für den Sommer, 8 für den Herbst, 8 für den Winter; 8 zum Geburtstage, 12 für Eltern, 8 für Lehrer. 3) Handelt von Religionsbegriffen, Gott, Offenbarung, Unsterblichkeit, Pflichten etc. In allen 3 Abtheilungen wechseln prosaische mit poetischen Gebeten ab. Wir lassen die Oekonomie dahin gestellt seyn, wissen aber nicht, warum das <hi rend="italic">Purim</hi>- und <hi rend="italic">Chanuka</hi>-<hi rend="italic">Fest</hi>, und der Tag der <hi rend="italic">Zerstörung Jerusalem's</hi> völlig übergangen sind. Billigerweisen sollten auch Gebete für den <hi rend="italic">Landesvater</hi> und das <hi rend="italic">Vaterland</hi> nicht fehlen. Die <hi rend="italic">Tischgebete</hi> sollten auch in <hi rend="italic">Vor</hi>- und <hi rend="italic">Nach</hi>-Tischgebete getheilt seyn. Vielleicht wäre es nicht unrecht gewesen, Gebete für <hi rend="italic">Krankheit</hi>-, <hi rend="italic">Sterbe</hi>- und <hi rend="italic">Unglücks</hi>-Fälle beizufügen. Wir können hierbei nicht umhin, zu bemerken, daß die meisten Gebete dieser Sammlung sich nur für Kinder eignen, welche in Glück und Ueberfluß leben. — Die Sprache ist kindlich, öfters wohl zu kindisch, während hin und wieder lange Perioden das Gebet schleppend und kalt machen, und manche Frage und Reflexion dem kindlichen Gemüthe nicht eigen ist (S. 22, 48, 50, 114.) Im 1. und 2. Gebete für das Passah ist das Fest nicht erwähnt. —Bei allen diesen Mängeln liefert das Büchlein doch des Guten sehr viel und wir wünschen, daß es überall Eingang finden möge.</p>
         <p>Ob indeß letzteres erfolgen werde, steht dahin, und zwar des <hi rend="italic">hohen Preises</hi> wegen.</p>
         <p>Wir halten es nicht für unwürdig, diesen Gegenstand hier mit zur Sprache zu bringen. Er ist bei Erbauungsschriften von der größten Wichtigkeit, Mögen theologische Werke immerhin manchem Literaturfreund zu theuer seyn; es läßt sich oft nicht anders thun, und hat auch nicht solchen Nachtheil; in Israel würde eine Verminderung der Preise größerer Werke die Zahl der Leser wahrscheinlich nicht nach Verhältniß vermehren. Die Unbemittelten finden jetzt einige Befriedigung durch <hi rend="italic">Lesevereine</hi>.<note place="foot" xml:id="ftn20" n="20">
               <p rend="UKZ 8 fussnote"> In Hildburghausen besteht ein solcher schon seit mehreren Jahren und umfaßt die ganze Umgegend; ein ähnlicher im Obermainkreise. Schreiber dieses hat im vorigen Jahre einen solchen gegründet, der sich einer stets wachsenden Theilnahme zu erfreuen hat.</p>
            </note> — Anders verhält es sich mit <hi rend="italic">Lehr</hi>- und <hi rend="italic">Erbauungsbüchern</hi>, |Sp. 1099| die jeder anschaffen muß, wenn sie ihren Zweck erfüllen sollen. Hier ist es ganz besonders zu tadeln, daß die Herausgeber und Verleger nicht bedenken, wie schwer, ja oft unmöglich, es den vielen armen Landleuten werden müsse, die Bücher anzuschaffen. Und gerade diese müssen sich um so mehr nach Hilfsmitteln sehnen, als es ihnen häufig an Lehrern mangelt, und die häusliche Anleitung gar nichts leistet. — Welcher arme Hausvater kann auf ein dünnes, nur auf wenige Kinderjahre brauchbares, auch leicht consumirtes Gebetbuch so viel verwenden, wie er kaum in einem Tage erwirbt? Wünschenswerth wäre also eine Herabsetzung des Preises.</p>
         <p>Ueberhaupt aber mögen sich es Verfasser und Verleger der isr. <hi rend="italic">Erbauungs</hi>- und <hi rend="italic">Jugendschriften</hi> angelegen seyn lassen, mehr für die ärmere, als für die wohlhabendere Klasse zu sorgen, oder mindestens, neben den schönern und kostbarem, auch <hi rend="italic">wohlfeilere</hi> Ausgaben zu liefern. Mehr aber wäre es zubilligen, daß sich <hi rend="italic">Vereine</hi> bildeten, um den Armen alle nöthigen Schul- und Volksschriften, wo nicht ganz unentgeltlich, doch mindestens für die geringsten Preise einzuhändigen. Wahrlich, dergleichen Vereine würden vielleicht eben so viel, wo nicht mehr Gutes stiften, als die Handwerks- und Industrie-Gesellschaften, denn ist einmal das Kind für eine bestimmtere sittliche Richtung gewonnen, und ihm Sinn für Fleiß und kräftige Mitwirkung zum Wohl der bürgerlichen Gesellschaft zeitig eingepflanzt, dann bedarf es kaum der Aufmunterung zur Wahl eines schönen Berufes, jene Gewerbvereine finden einen bereits empfänglichen Boden, aus welchem sie viel eher die besten Früchte gedeihen sehen. Einen echten Sinn für religiöse Sittlichkeit erlangt aber die Jugend, vorzüglich auf dem Lande, wo alle übrigen Anstalten vermißt werden, oder doch nur schwach wirken, durch <hi rend="italic">gute</hi>, <hi rend="italic">leicht</hi> verständliche <hi rend="italic">Volks</hi>- und <hi rend="italic">Erbauungsschriften</hi>, welche in Israel wahre Erkenntniß ausbreiten, und zugleich dem Unfugs entgegen arbeiten würden, welcher hie und da durch Tractätchen unberufener Proselytenmacher hervorgerufen wird.</p>
         </div>
         
         <div type="litpr">
         <head>Protestantische Abtheilung.</head>
         <p>* <hi rend="italic">Streitschriften zur Vertheidigung meiner Schrift über das Leben Jesu, und zur Charakteristik der gegenwärtigen Theologie.</hi> Von Dr. <hi rend="italic">David Friederich Strauß</hi>. Erstes Heft: Herr Dr. <hi rend="italic">Steudel </hi>oder die Selbsttäuschungen des verständigen Supranaturalismus unserer Tage. 192 S. — Zweites Heft: Die Herren <hi rend="italic">Eschenmayer</hi> und <hi rend="italic">Menzel</hi>. 247 S. 8. Tübingen, bei <hi rend="italic">Osiander</hi>. 1837.</p>
         <p>Beurtheilt von Candidat <hi rend="italic">August Boden </hi>aus <hi rend="italic">Oldenburg</hi>. </p>
         <p>(Fortsetzung.)</p>
         <p>Aus dem zuletzt über <hi rend="italic">Mythe</hi> Gesagten geht hervor, daß die Unterscheidung von historischen und philosophischen<note place="foot" xml:id="ftn21" n="21">
               <p rend="UKZ 8 fussnote"> Man müßte denn unter diesen solche verstehen wollen, die von Philosophen absichtlich gemacht sind, also künstliche.</p>
            </note> etc. Mythen durchaus unstatthaft, der Unterschied von philosophischen, dogmatischen u. dgl. m., wenn er überhaupt zugelassen werden könne, nur ein zufälliger und hinzukommender sey.</p>
         <p>Die andere Ungenauigkeit in den angeführten <hi rend="italic">Strauß'</hi>schen Worten liegt in „Umgestaltung eines wirklich historischen Grundstocks.“ „Umgestaltung“ ist nämlich, auch für <hi rend="italic">Strauß</hi> selbst, viel zu stark.</p>
         <p>Sonst finden sich sehr wenig Stellen in dieser Abtheilung des zweiten Hefts der Streitschriften, welche an die einzelnen Mängel des <hi rend="italic">Strauß'</hi>schen Lebens Jesu erinnerten. Dieß gereicht <hi rend="italic">Straußen</hi> um so mehr zur Ehre, als der Eigensinn seiner Feinde ihm nicht mit dem Beispiel des Nachgebens und Fortschreitens vorangegangen ist. Mit Ausnahme von denen, die ich kenne, des eines <hi rend="italic">Tholuck</hi>; nur daß man von diesem nicht hastige Fortschritte erwarten muß, wie hastige Bücher. |Sp. 1100| Wir gehen von diesem werthvollen Theil der <hi rend="italic">Strauß</hi>'schen Streitschriften zum folgenden über: Herr <hi rend="italic">Menzel</hi>, S. 89 f.</p>
         <p>S. 100-124 stellt <hi rend="italic">Strauß</hi> das Gehässige des <hi rend="italic">Menzel'</hi>schen Betragens gegen <hi rend="italic">Johannes von Müller</hi> befriedigend in's Licht. Der Leser überzeuge sich selbst davon, wir wollen ihn dagegen mit einer Charakteristik des Geschichtsschreibers der Schweiz bekannt machen, die mit demjenigen, was <hi rend="italic">Strauß </hi>sagt, im Wesentlichen zusammentrifft, obgleich ihr Verfasser dabei an keinen <hi rend="italic">Menzel</hi> gedacht haben mag. Der Verfasser der <hi rend="italic">Historischen Briefe, veranlaßt durch Heeren und das Archiv von Schlosser und Bergt</hi> sagt unter anderm Seite 127 f.: „An Müller war sein glühender Enthusiasmus für alles Gute und Schöne das Edelste — — Er war Mensch — und dieß ist viel voraus, um ein großer Historiker zu werden; so viel an seiner Natur war, ließ er seiner Menschlichkeit freien Raum, aber die Umstände, die sich ihm feindlich entgegenstellten, rissen ihn aus sich selbst heraus. Er fühlte weich und zart für alles Schöne und Edle; hätte er eben so männlich nach allem feuerhaltigen Wahren geforscht, er wäre im Drang der Verhältnisse nicht so leicht verzagt. Er war Patriot, und seine Vaterlandsliebe kleidet ihn schön in dem Werke, das seinen Namen unsterblich gemacht hat — — Daß er nach getäuschter Erwartung (von der Schweiz zu Ende der Neunziger Jahre) so kleinmüthig werden konnte, daß dann „„der Gedanke des Vaterlands an ihm nagte““, das begreift sich aus seiner weichen Seele; aber jene Erwartungen "würden sich nicht aus seinen historischen Kenntnissen begreifen lassen, wenn nicht in ihm die Intelligenz weit von dem Gefühl überwogen gewesen wäre, dem er sich ohne allen Widerstand hingab. — — Moralische und intellektuelle Eindrücke nahm Müller rasch und warm auf; jene blieben, einmal gehaftet, fester, weil sie ihrer Natur nach steter sind; diese wichen schneller. — — Forderung und Bedürfniß einer Zeit stand ihm selbst nicht einfach vor. In Frankreich stürmte die Zeit in politischen Bewegungen, in Deutschland hatte ein poetischer Schwung die Geister erfaßt. Müller, zwischen beide Nationen hineingeworfen — — Auf keine Seite stellte er sich mit Entschiedenheit; gleich offen und empfänglich für die heterogensten Eindrücke von dieser und jener Seite, rieb er sich innerlich auf, versenkte sich in den „„Ruin der Zeit““, in den „„Jammer des Vaterlands““ mehr mit politischen, als mit historischen Betrachtungen. Und da ist er seinem „„Ahn Thucydides““ so ungleich als möglich, der, im unausweichlichen Gesetz der Natur und des Geschicks Trost und Belehrung suchend, im Sturme ähnlicher Zeiten, im gleichen, ja im jäheren Sturze des Vaterlands, im Untergange, unter den Trümmern der alten Sitte und Art, ohne Aussicht auf bessere Zeiten, unerschüttert stand, wie ein Fels, an dem die brausende Woge machtlos zerspritzt, ein. Geist von kolossaler Kraft und Größe, Müller aber — — Gleich rührend und erschütternd ist, ihn so an sich selbst verzagen und mit Wehmuth auf die Versprechungen seiner Jugend zurückblicken: zu sehen, als, ergriffen von dem Gedanken, alle seine Erfahrungen zu vereinigen, „„zur Nachwelt zu reden und, nach einem hohen Spruch, wie Mosis Lied, zu endigen.““</p>
         <p>Und von diesem Manne sagt Hr. <hi rend="italic">Menzel</hi> in seiner Geschichte der deutschen Literatur: daß er unter allen deutschen Schriftstellern den <hi rend="italic">Johannes von Müller</hi> am tiefsten verachte! Wir zweifeln kaum, daß Männer, wie der unbekannte Verf. der oben genannten Briefe, den Hrn. Menzel nicht einmal <hi rend="italic">tief</hi> verachten, Johannes Müller aber würde ihn bedauert haben.</p>
         <p>Das von S. 136-177 in Sachen <hi rend="italic">Menzel wider Goethe</hi> oder vielmehr <hi rend="italic">Goethe wider Menzel</hi> Gesagte reicht gegen <hi rend="italic">Menzel</hi> wohl aus und enthält, wie sich von <hi rend="italic">Strauß </hi>nicht anders erwarten läßt, gute Bemerkungen, dennoch würden wir im Einzelnen manches auszusetzen haben und im Allgemeinen die Rüge und Ausführung desjenigen vermissen, wodurch jene Goethianer nicht bloß sich, sondern auch ihrem Götzen, der zu ihrem Gott viel zu gut ist, gerechten Tadel zugezogen haben. Was aber <hi rend="italic">Menzel</hi> für sich betrifft, so hat er bei <hi rend="italic">Strauß </hi>nicht die rechte, wenn auch keine ungerechte, Züchtigung bekommen. Was ein <hi rend="italic">Menzel</hi> gegen einen <hi rend="italic">Johannes Müller</hi>, gegen einen <hi rend="italic">Goethe</hi>, Voß u. a. m. sündigt, das sündigt er eigentlich gegen sich selbst, und dadurch bestraft er also auch sich selbst; das ist nichts als ein Heraustreten aus seiner Sphäre; da er aber aus dieser eigentlich nicht heraustreten kann, so ist er |Sp. 1101| auch gar nicht in eine höhere Sphäre eingedrungen, aus der man ihn zu vertreiben hätte. Man kann es also darauf ankommen lassen, wie er mit den Goethianern und die Goethianer mit ihm fertig werden. Wer aber den Herrn <hi rend="italic">Menzel</hi> in dessen eigenthümlichen Sphäre aufsucht, nur der wird ihn empfindlich und gerecht treffen, ihm aber dann auch unmöglich so wenig Verdienst lassen können, wie das in einer Streitschrift möglich ist. Wenn man den beklagenswerthen Zustand unserer Tagesliteratur<note place="foot" xml:id="ftn22" n="22">
               <p rend="UKZ 8 fussnote"> Ich denke hierbei durchaus nicht an politische.</p>
            </note> bedenkt, so wird man einem zu nichts Höherm, als zu einem Schriftsteller des Tages bestimmten oder sich bestimmenden, und allen Verführungen jenes Treibens selbst ausgesetzten Mann, wie <hi rend="italic">Menzel</hi>, etwas Anerkennung nicht versagen können und ihm um der plumpen, oder vielmehr feinen, Goethianer, Hegelianer willen, mit denen er sich zu schaffen macht, es zu gute halten, daß er sich auch an <hi rend="italic">Goethe</hi> und <hi rend="italic">Hegel</hi> selbst wagt. Jene sind sein nächstes Augenmerk, sie thun aber mit diesen so vertraut, daß er auch diese in seinem Wurf zu sehen glaubt. Ich möchte glauben, Goethe und Hegel werden ihm nicht zürnen. Den Geschichtschreiber <hi rend="italic">Müller</hi>, aber hat Strauß richtig bemerkt, S. 100, wird es im Elysium bei Thucydides und Tacitus nicht beugen, von dem Geschichtschreiber <hi rend="italic">Menzel</hi> so gar tief verachtet zu werden. Der gerechte Tadel gegen <hi rend="italic">Menzel </hi>liegt also da, wo sein Anspruch auf wahres Lob liegen könnte, und hier war eigentlich das Feld, wo <hi rend="italic">Strauß</hi> denjenigen aufsuchen und Wagen mußte, den er sich in diesem Theil seiner Streitschriften zum Gegner ausersehen hat. <hi rend="italic">Strauß</hi>'s Aufgabe, und wahres Verdienst wäre dann in diesem Theil gewesen, das junge Deutschland oder die sogenannte junge Literatur Deutschlands, welche jetzt nur von der Polizei äußerlich eingeschüchtert ist, innerlich in der Literatur selbst in ihrer Nichtigkeit darzustellen. <hi rend="italic">Menzel</hi> würde dabei nicht um seine Strafe gekommen seyn. Auch sagt <hi rend="italic">Strauß</hi> derb genug, S. 216: „Statt die Straßenjungen abzuwehren, hat er sich selbst unter sie gemischt, und hilft ihnen, unsere tiefsten Denker mit Koth bewerfen“, d. h. mit andern Worten: er brachte sich selbst um das Verdienst, was er hätte haben können, indem er sich auf der einen Seite so unnütz machte, als andere auf der andern. Zum Beurtheiler <hi rend="italic">Goethe'</hi>s war Menzel, allerdings zu „roh“, darin hat <hi rend="italic">Strauß</hi> recht, <hi rend="italic">Goethe </hi>kann sich gegen einen <hi rend="italic">Menzel</hi> „auf die Gesetze der Schönheit berufen.“ <hi rend="italic">Strauß</hi> weiß, daß sich das nicht ebenso von <hi rend="italic">Gutzkow</hi> behaupten läßt. Gegen die <hi rend="italic">Wally</hi>, gegen die zwei ersten Theile von <hi rend="italic">Laube</hi>'s Reisenovellen<note place="foot" xml:id="ftn23" n="23">
               <p rend="UKZ 8 fussnote"> Die zwei letzten kennt Rec. nicht.</p>
            </note> und ähnliche Schriften hätte das „moralische Geschütz“ des Herrn <hi rend="italic">Menzel</hi>, und auch zur Beurtheilung der übrigen Schriften des jungen Deutschlands sein natürlicher Menschenverstand völlig ausgereicht, wenn er ihn nur gebraucht, wenn seine Leidenschaft ihn nur nicht aller Geduld und alles guten Willens dazu beraubt hätte. Jetzt aber urtheilte er nicht nur über die ganze Literatur und die größten Geister, sondern selbst über alles und jedes, was ein junger Deutscher schrieb, und über allen und jeden jungen Deutschen in Bausch und Bogen ab und vergaß, was so unmoralisch wie möglich war, daß er Menschen sich gegenüber habe und junge Männer, die mehr aus Irrthum, als aus Verderbtheit gefehlt haben könnten; er vergaß, daß er zwar als Mensch und als Christ die ganze Richtung, oder, was wir das junge Deutschland nennen, schonungslos zu verdammen, hingegen den Einzelnen an dem Guten, was sich an ihm fände, wieder aufzurichten habe.<note place="foot" xml:id="ftn24" n="24">
               <p rend="UKZ 8 fussnote"> In <hi rend="italic">Beurmann's</hi> Telegraph Neueste Folge No. 24, 1837, in einem Aufsatz: Karl <hi rend="italic">Hase</hi> (academ. Rede) <hi rend="italic">über das junge Deutschland</hi>, sagt <hi rend="italic">Gutzkow</hi>, der Verstand genug, aber noch nicht Willen genug, hat, um einmal über sich selbst klar zu werden: „Herr <hi rend="italic">Hase</hi> hätte von Personen, von Büchern, von Tendenzen (als Keimen, Anfängen) nicht aber von einem System sprechen sollen etc. Ist das, was die von ihm zitirten Autoren über das Christenthum gesagt haben, so abgeschlossen, oder kann man von jungen strebenden Köpfen wünschen, daß es so abgeschlossen wäre, um ihnen nicht beizustehen, daß sie sich deutlicher (?) erklären, daß sie forschen, und zu weitern Resultaten kommen?“</p>
            </note> Statt dessen wollte er seine Rolle auf einmal ausspielen, und in dem ersten Augenblicke eine so große Wirkung ausüben, daß sie im nächsten schon nicht mehr da wäre. Wenigstens hat die „Pest |Sp. 1102| des Journalismus“<note place="foot" xml:id="ftn25" n="25">
               <p rend="UKZ 8 fussnote"> Gervinus.</p>
            </note> unsrer Tage seitdem eher zu, als abgenommen, aber einige der jungen Deutschen, wie <hi rend="italic">Laube</hi>,<note place="foot" xml:id="ftn26" n="26">
               <p rend="UKZ 8 fussnote"> Mein günstiges Urtheil über Laube gründe ich auf dessen zwei Novellen, die Schauspielerinn, 1836, und das Glück 1837. Die Maske im zweiten Band der Dioskuren von Mundt gehört seinem frühern Irrthum ordinärer Gesinnung an.</p>
            </note> wie hoffentlich auch <hi rend="italic">Wienbarg</hi>, haben die Erwartungen des Herrn <hi rend="italic">Menzel</hi> auf erfreuliche Weise getäuscht.</p>
         <p>Herr <hi rend="italic">Strauß</hi> erwähnt des <hi rend="italic">jungen Deutschland</hi> nur gelegentlich, und nimmt sich der jungen Deutschen nicht weiter an, als insofern <hi rend="italic">Menzel</hi> gegen sie im Kritiker der Pflicht des Menschen gegen den Menschen, und also einer Pflicht des Kritikers, vergessen hatte. Statt dessen hält er es für verdienstlicher, und seiner würdiger, sich <hi rend="italic">Goethe</hi>'s gegen <hi rend="italic">Menzel</hi> anzunehmen. Er mußte sich vielmehr der <hi rend="italic">jungen Deutschen</hi> gegen den Herrn <hi rend="italic">Menzel</hi> annehmen, indem er sich ihrer gegen sie selbst annahm.</p>
         <p>(Fortsetzung folgt.)</p>
         </div>
         <div type="litn">
         <head>Literarische Notizen.</head>
         <p>
            <hi rend="italic">Thomas Moore</hi> beschäftigt sich zu Paris mit Forschungen auf der k. Bibliothek für den zweiten Band seiner Geschichte von Irland. Es soll ihm bereits gelungen seyn, sehr interessante Urkunden über die Epoche aufzufinden, wo die Irländer anfingen, in fremden Ländern Militärdienst zu nehmen und nach Militärehrenstellen zu streben.</p>
         <p>
            <hi rend="italic">Mignet</hi>, der Verfasser der „Geschichte der französischen Revolution", beschäftigt sich gegenwärtig mit einer „<hi rend="italic">Geschichte der Reformation</hi> im 16. Jahrhundert." Das Buch wird in sofern Aufsehen machen, als <hi rend="italic">Mignet</hi> durch die Vermittelung des französischen Gesandten in Belgien die daselbst aufgefundenen und geordneten Dokumente benutzen kann, so wie auch alle deutschen, lateinischen, französischen, spanischen, italienischen Schriften über die Reformation, die sich im Archive zu Brüssel befinden. Das Werk soll übrigens 15-20 Bände stark werden, und auch für den gelehrten Historiker um so wichtiger seyn, weil es viele geheime Instruktionen, viele vertraute Briefe <hi rend="italic">Karl's V</hi>. an seinen Bruder, den römischen König, und verschiedene Gesandte, so wie ihre Antworten enthält.</p>
         <p>Zu <hi rend="italic">Kempten</hi> ist ein <hi rend="italic">griechisch-lateinisches Andachtsbuch </hi>für Studirende von Dr. <hi rend="italic">Graz</hi>, Prof. am Lyceum in Dillingen, erschienen.</p>
         <p>Ritter <hi rend="italic">Rovida</hi>, ein ausgezeichneter Gelehrter zu <hi rend="italic">Mailand</hi>, hat die Lebensgeschichte <hi rend="italic">Pius VII.</hi>, verfaßt vom Ritter <hi rend="italic">von Artaud</hi>, in das Italienische übersetzt.</p>
        </div>
         </div>
         <div type="anz">
         <head>Anzeigen.</head>
         <p>(60) Bei C. <hi rend="italic">Wächtershäuser</hi> in <hi rend="italic">Offenbach</hi> ist erschienen und in allen Buchhandlungen zu haben:</p>
         <p>
            <hi rend="italic">Ueber Geitslichen</hi>-<hi rend="italic">Vereine.</hi>
            <hi rend="italic bold"> </hi>Ein Gutachten von <hi rend="italic">J. B. Spieß</hi>, evangelischer Pfarrer in Sprendlingen bei Frankfurt am Main. Gr. 8. geheftet. 42 kr.</p>
       </div>
         <div>
         <p>
            <hi rend="bold">Buchhandlung</hi>
            <hi rend="italic bold">: F. Varrentrapp – </hi>
            <hi rend="bold">Herausgeber:</hi>
            <hi rend="italic bold"> Dr. J. V. Hoeninghaus. –</hi>
            <hi rend="bold"> Druckerei</hi>
            <hi rend="italic bold">: Heller </hi>
            <hi rend="bold">und</hi>
            <hi rend="italic bold"> Rohm. </hi>
            <hi rend="bold">Maschinendruck</hi>
            <hi rend="italic bold">.</hi>
            <seg> </seg>
         </p>
    </div> 
      </body>
   </text>
</TEI>

