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            <title type="main">Unparteiische Universal-Kirchenzeitung für die Geistlichkeit und die gebildete Weltklasse des protestantischen, katholischen und israelitischen Deutschlands</title>
            <title type="sub">Frankfurt a. M. 24. August 1837, Nro. 68</title>
            <title type="short">Universal-Kirchenzeitung</title>
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               <resp>Neu hrsg. von</resp>
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            <publisher>Steinheim-Institut</publisher>
            <pubPlace>Essen</pubPlace>
            <date type="publication">2014</date>
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               <email>mac@steinheim-institut.org</email>
               <orgName role="hostingInstitution">Steinheim-Institut</orgName>
               <address><addrLine>Edmund-Körner-Platz 2, 45127 Essen</addrLine>
<country>Germany</country>
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               <orgName role="project">DISS</orgName>
            </publisher>
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            <bibl type="J">
               Universal-Kirchenzeitung
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            <biblFull>
               <titleStmt>
                  <title level="j" type="main">
                     Unparteiische Universal-Kirchenzeitung für die Geistlichkeit und die gebildete Weltklasse des protestantischen, katholischen und israelitischen Deutschlands
                  </title>
                  <title level="j" type="issue" n="68">24. August 1837, Nro. 68</title>
                  <editor>
                     <persName ref="http://d-nb.info/gnd/187133182">
                        <forename>Julius Vinzent</forename>
                        <surname>Hoeninghaus</surname>
                     </persName>
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                  <pubPlace>Frankfurt am Main</pubPlace>
                  <date type="publication">1837-08-24</date>
                  <publisher><name>Varrentrapp</name></publisher>
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         <editorialDecl><p>Offensichtliche Setzerfehler wurden stillschweigend korrigiert. Die Original-Orthographie wurde ansonsten beibehalten.</p></editorialDecl>  
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            <language ident="deu">German</language>
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            <language ident="grc">Ancient Greek</language>
            <language ident="lat">Latin</language>
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         Unparteiische Universal-Kirchenzeitung<lb/>
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            katholischen, und israelitischen Deutschland's. <lb/>Frankfurt a. M., den 24. August 1837. Nro. 68. </head>
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     <div type="inhalt">
             <head>Inhalt: </head>
         <p rend="UKZ 3 12 normal">Das Stammbuch Jesu Christi. — </p>
         <p>
            <hi rend="UKZ_Zeichen_12f">
               <seg rend="italic">Kirchliche Nachrichten</seg>
            </hi>. <hi rend="italic">Südamerika</hi>. <hi rend="italic">Brasilien</hi>. <hi rend="italic">Rio de Janeiro</hi>; Zustand der religiösen und bürgerlichen Verhältnisse. — <hi rend="italic">Rußland</hi>. <hi rend="italic">Petersburg</hi>; Ansiedelung der Hebräer; <hi rend="italic">Dünaburg</hi>; Brand und Einsturz einer Kirche; <hi rend="italic">Swenciany</hi>; Brand einer Kirche. — <hi rend="italic">Deutschland</hi>. <hi rend="italic">Preußen</hi>. <hi rend="italic">Berlin</hi>; über den Uebertritt der Kronprinzessinn; über angebliche Verfolgung der Lutheraner; Todesfall. <hi rend="italic">Potsdam</hi>; Einweihung einer Kirche. <hi rend="italic">Breslau</hi>; Todesfall; Ernennung. <hi rend="italic">Königsberg</hi>; Denkmal für Dinter; Ehrenbürgerrecht an Dr. <hi rend="italic">Gerlach</hi> zu Braunsberg; <hi rend="italic">Schlesien</hi>; Unglücksfall. <hi rend="italic">Liegnitz</hi>; Jubiläum. <hi rend="italic">Posen</hi>; Aufhebung von Klöstern; Verordnung wegen Wallfahrten. <hi rend="italic">Erfurt</hi>; Aufhebung des Marienstifts; <hi rend="italic">Hückswagen</hi>; Jubiläum. <hi rend="italic">Elberfeld</hi>; Predigerwahl; <hi rend="italic">Elsler's</hi> Ernennung; <hi rend="italic">Coblenz</hi>; Reise eines Missionars nach Amerika; Ernennung. — </p>
         <p>
            <hi rend="UKZ_Zeichen_12f">
               <seg rend="italic">Theologische Akademie. </seg>
            </hi>
         </p>
         <p>
            <hi rend="UKZ_Zeichen_12f">
               <seg rend="italic">Kathol. Abth.</seg>
            </hi> Ueber das Trennungsprinzip der Reformation in seiner heutigen Bedeutung. Vom k. k. Rath 
            <hi rend="italic">von Bucholtz</hi> in Wien (Schluß). — </p>
         <p>
            <hi rend="UKZ_Zeichen_12f">
               <seg rend="italic">Literatur.</seg>
            </hi>
         </p>
         <p>
            <hi rend="UKZ_Zeichen_12f">
               <seg rend="italic">Prot. Abth.</seg>
            </hi> 
            <hi rend="italic">Strauß</hi> Streitschriften zur Vertheidigung meiner Schrift über das Leben Jesu etc. Rec. vom Candidaten <hi rend="italic">Boden </hi>in Oldenburg (Forts.) — </p>
         <p>
            <hi rend="UKZ_Zeichen_12f">
               <seg rend="italic">Nachweise von Recensionen theol. Schriften. — </seg>
            </hi>
         </p>
         <p>
            <hi rend="UKZ_Zeichen_12f">
               <seg rend="italic">Anzeigen.</seg>
            </hi> <lb/>|Sp. 1071|
         </p>
     </div>
         <div type="mantel">
         <head>
       Das Stammbuch Jesu Christi.</head>
         <p>Ein biblisches Gemälde nach Matth. I. (A. d. <hi rend="italic">Chrysostomus</hi> Juni-Heft.)</p>
         <p>Als <hi rend="italic">Jesus Christus</hi> auftrat, verrichtete Er ein Werk, wovon der ganze Alte Bund Vorbild war. Wir wollen jetzt bei Seinem <hi rend="italic">Stammbuche</hi> stehen bleiben.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Abraham</hi>, welcher Name so viel ist, als „<hi rend="italic">Vater vieler Völker</hi>,“ sehen wir Ihn als Vater aller Gläubigen, die noch Niemand gezählt hat, als Gott. In Ihm rufen Millionen:  „<hi rend="italic">Abba</hi>, <hi rend="italic">Vater</hi>!“</p>
         <p>In <hi rend="italic">Isaac</hi>, welcher Name so viel ist, als „<hi rend="italic">Freude</hi>,“ sehen wir Ihn als die Freude aller Gläubigen von <hi rend="italic">Bethlehem's </hi>Hirten an und jenen Weisen, die sich freuten, als sie den Stern sahen, bis auf diese Zeit, wo die Seinen in fünf Welttheilen leben.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Jacob</hi>, welcher Name so viel ist, als „<hi rend="italic">Untertreter,</hi>“ sehen wir Ihn als den im <hi rend="italic">Paradiese</hi> versprochenen <hi rend="italic">Schlangentreter</hi>.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Juda</hi>, welcher Name so viel ist, als „<hi rend="italic">Bekenner</hi>," sehen wir Ihn, wie Er dasteht unter Seinen Jüngern, und vor dem ganzen Himmel Seine Freude bekennt, daß der <hi rend="italic">Vater</hi>, der <hi rend="italic">Herr Himmels und der Erde,</hi> es den Großen verborgen, und den Kleinen, geoffenbaret hat. </p>
         <p>In <hi rend="italic">Phares</hi>, welcher Name so viel ist, als  „<hi rend="italic">Scheidung</hi>,“ sehen wir Ihn, wie Er die Schafe von den Böcken scheidet.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Zaram</hi>, welcher Name so viel ist, als „<hi rend="italic">Aufgang</hi>“ sehen wir Ihn als den <hi rend="italic">Aufgang aus der Höhe</hi>, wie Ihn Zacharias in seinem herrlichen <hi rend="italic">Benedictus</hi> nennt: „<hi rend="italic">Der Aufgang aus der Höhe hat uns besucht.</hi>“</p>
         <p>In <hi rend="italic">Esron</hi>, welcher Name so viel ist, als „<hi rend="italic">Pfeilsehend</hi>,“ sehen wir Sein Alles durchschauendes Auge, das die Stadt ansah, und prophetisch patriotische Thränen vergoß; das den <hi rend="italic">Petrus</hi> anblickte, daß er hinausging, und bitterlich weinte.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Aram</hi>, welcher Name so viel ist, als „<hi rend="italic">Erwählter</hi>,“ sehen wir Ihn als den <hi rend="italic">Erwählten, den der ewige Vater </hi>anredet: „<hi rend="italic">Sieh, mein Sohn bist Du, Den Ich erwählt habe, Mein Auserwählter, über Den Ich Meinen Geist ausgoß</hi>.“</p>
         <p>In <hi rend="italic">Aminadab</hi>, welcher Name so viel ist, als „<hi rend="italic">freies Volk</hi>,“ sehen wir Ihn, wie Er freiwillig Sein Leben hingab, um uns zu einem freien Volke zu machen, das vor Gott wohlgefällig ist.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Naason</hi>, welcher Name so viel ist, als „<hi rend="italic">der mächtige Prophet</hi>,“ sehen wir Ihn als solchen <hi rend="italic">mächtig in Worten </hi>|Sp. 1072| und <hi rend="italic">Thaten</hi>, und nach Seinen Worten wird Er in den <hi rend="italic">Wolken</hi> des <hi rend="italic">Himmels</hi> kommen.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Salmon</hi>, welcher Name so viel ist, als „<hi rend="italic">der Durchschauende</hi>,“ sehen wir Ihn, wie er ihre Gedanken durchschaute.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Booz</hi>, welcher Name so viel ist, als „<hi rend="italic">stark</hi>,“ sehen wir Ihn als Den, von welchem geschrieben steht:  „<hi rend="italic">Der Herr ist stark und mächtig. Der Herr ist mächtig in der Schlacht.</hi>“ Und Er selbst hat gesagt: „<hi rend="italic">Wann Ich werde über der Erde erhöhet seyn, werde Ich Alles an Mich ziehen.</hi>“</p>
         <p>In <hi rend="italic">Obed</hi>, welcher Name so viel ist, als „<hi rend="italic">Diener</hi>,“ sehen wir Ihn wieder in Seiner <hi rend="italic">Erniedrigung</hi>, und wie Er gekommen, um zu <hi rend="italic">dienen</hi>.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Jesse</hi>, welcher Name so viel ist als „<hi rend="italic">brennend Feuer,</hi>“ hören wir Ihn sprechen: „<hi rend="italic">Ich bin gekommen, Feuer auf die Erde zu bringen, und was will Ich anders, als daß es brenne</hi>.“</p>
         <p>In <hi rend="italic">David</hi>, welcher Name so viel ist, als „<hi rend="italic">tapfer und schön</hi>,“ sehen wir Ihn als den <hi rend="italic">Schönsten</hi>, und wie Er als <hi rend="italic">unerdichteter Herkules</hi> den Tempel reinigte.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Salomon</hi>, welcher Name so viel ist, als „<hi rend="italic">Friedrich</hi>“ (Friedereich), sehen wir Ihn als <hi rend="italic">Friedensfürsten</hi>, und wie Er selbst sagt: „<hi rend="italic">Den Frieden hinterlasse Ich Euch, Meinen Frieden gebe Ich Euch</hi>.“ Er selbst hat Sich uns zum <hi rend="italic">Frieden</hi> gemacht.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Roboam</hi>, welcher Name so viel ist, als „<hi rend="italic">Weite des Volkes</hi>,“ sehen wir Ihn als den großen <hi rend="italic">Erweiterer des Volkes Gottes</hi> bis an die äußersten Gränzen der Erde. Vom <hi rend="italic">Aufgange</hi> bis zum <hi rend="italic">Niedergange</hi> ist ein Gedräng in's <hi rend="italic">Reich Gottes</hi>.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Abias</hi>, welcher Name so viel ist, als „<hi rend="italic">Herr und Vater</hi>,“ sehen wir Ihn, wie Er uns anredet: „<hi rend="italic">Einer ist Euer Vater: Einer der Herr</hi>.“</p>
         <p>In <hi rend="italic">Asa</hi>, welcher Name so viel ist, als „<hi rend="italic">der Wegnehmer</hi>,“ sehen wir Ihn als das <hi rend="italic">geheimnisvolle Lamm Gottes, das der Welt Sünden wegnimmt</hi>, ein ganzes Gebirg von Sünden.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Josaphat</hi>, welcher Name so viel ist, als „<hi rend="italic">der Herr richtet</hi>,“ sehen wir Ihn als <hi rend="italic">Richter der Lebendigen und Todten. „Der Vater“</hi>, sprach Er, „<hi rend="italic">richtet Niemand, Er hat alles Gericht dem Sohne übergeben</hi>.“</p>
         <p>In <hi rend="italic">Joram</hi>, welcher Name so viel ist, als „<hi rend="italic">erhaben</hi>,“ sehen wir Ihn als <hi rend="italic">Hocherhabenen</hi>, der hinaufstieg in den Himmel, um Alles zu erfüllen. </p>
         <p>|Sp. 1073| In <hi rend="italic">Ozias</hi>, welcher Name so viel ist, als „<hi rend="italic">der Starke des Herrn</hi>,“ sehen wir Ihn als den <hi rend="italic">starken Befreier </hi>der Menschheit aus schwerer Gefangenschaft. „<hi rend="italic">Ich sah</hi>,“ sprach Er, „<hi rend="italic">den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen</hi>.“</p>
         <p>In <hi rend="italic">Joathan</hi>, welcher Name so viel ist, als „<hi rend="italic">vollkommen</hi>,“ sehen wir Ihn als den, der kommen mußte, alle <hi rend="italic">Gerechtigkeit</hi> zu erfüllen, und uns zuzurufen: „<hi rend="italic">Werdet vollkommen, wie Euer Vater im Himmel vollkommen ist</hi>.“</p>
         <p>In <hi rend="italic">Achaz</hi>, welcher Name so viel ist, als „<hi rend="italic">umfassend</hi>,“ sehen wir Ihn als den <hi rend="italic">Allesumfassenden</hi>, der den Himmel auf Seiner Hand wiegt, und die Erde mit seinen Fingern umspannt.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Ezechias</hi>, welche Name so viel ist, als „<hi rend="italic">des Herrn Kraft</hi>,“ sehen wir Ihn als <hi rend="italic">Gottes Kraft</hi> und <hi rend="italic">Gottes Weisheit</hi>, wie <hi rend="italic">St. Paulus</hi> Ihn nennt.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Manasses</hi>, welcher Name so viel ist, als „<hi rend="italic">der Vergesser</hi>,“ sehen wir Ihn als den Vergesser der Ungerechtigkeit, von dem geschrieben steht: „<hi rend="italic">An welchem Tage sich der Sünder von seiner Ungerechtigkeit bekehrt, will Ich alle seine Ungerechtigkeit vergessen</hi>.“</p>
         <p>In <hi rend="italic">Amon</hi>, welcher Name so viel ist, als „<hi rend="italic">der Getreue</hi>,“ sehen wir Ihn als den <hi rend="italic">Getreuen</hi>. An Ihm sagt <hi rend="italic">St</hi>. <hi rend="italic">Paulus</hi>, haben wir <hi rend="italic">einen mitleidigen und getreuen Hohenpriester bei Gott</hi>. Und <hi rend="italic">Johannes</hi> nennt Ihn den <hi rend="italic">treuen Zeugen</hi>.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Josias</hi>, welcher Name so viel ist, als „<hi rend="italic">Heil vom Herrn</hi>,“ sehen wir Ihn als Denjenigen, von welchem geschrieben steht: „<hi rend="italic">Wer immer den Namen des Herrn anrufen wird, der wird selig werden</hi>.“</p>
         <p>In <hi rend="italic">Jechonias</hi>, welcher Name so viel ist, als „<hi rend="italic">Vorbereitung des Herrn</hi>,“ sehen wir Ihn, wie Er den Seinen sagte: <hi rend="italic">Ich gehe hin, Euch eine Stätte zu bereiten.</hi>“</p>
         <p>In <hi rend="italic">Salathiel</hi>, welcher Name so viel ist, als „<hi rend="italic">Verlangen Gottes</hi>,“ sehen wir Ihn, wie Er zu Seinem Vater betete, ehe Er in Sein Leiden ging: „<hi rend="italic">Heiliger Vater bewahre die, welche Du Mir gegeben hast!</hi>“</p>
         <p>In <hi rend="italic">Zorobabel</hi>, welcher Name so viel ist, als „<hi rend="italic">jener Lehrer,“</hi> sehen wir unsern Lehrer. <hi rend="italic">Einer ist unser Meister, Christus</hi>.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Aabiud</hi>, welcher Name so viel ist, als „<hi rend="italic">jener unser Vater</hi>,“ sehen wir Ihn als unsern Vater, von dem <hi rend="italic">alle Vaterschaft ist im Himmel und auf Erden</hi>.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Eliachim</hi>, welcher Name so viel ist, als „<hi rend="italic">Auferstehung des Herrn</hi>,“ sehen wir Ihn als die <hi rend="italic">Auserstehung </hi>und <hi rend="italic">das Leben</hi>, der auch die Seinen auferweckt.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Azor</hi>, welcher Name so viel ist, als „<hi rend="italic">Beistand</hi>,“ sehen wir Ihn und den <hi rend="italic">Vater</hi>, der Ihn nie allein ließ, und der auch die Seinen nie allein läßt.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Sadok</hi>, welcher Name so viel ist, als „<hi rend="italic">gerecht</hi>“ sehen wir Ihn als den <hi rend="italic">Gerechten</hi> und den <hi rend="italic">Gerechtmacher, wie geschrieben steht, daß Er selbst gerecht sey, und diejenigen rechtfertiget, die im Glauben Abraham's sind</hi>.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Achim</hi>, welcher Name so viel ist, als „<hi rend="italic">unser Bruder</hi>,“ sehen wir Ihn als unsern Bruder, wie Er selbst sagte: „<hi rend="italic">Wer den Willen meines Vaters thut, der ist Mir Bruder und Schwester.“</hi>
         </p>
         <p>In <hi rend="italic">Eliud</hi>, welcher Name so viel ist, als „<hi rend="italic">mein Gott</hi>" hören wir Seinen Leidensruf am Kreuze: <hi rend="italic">Mein Gott, mein Gott!</hi>
         </p>
         <p>In <hi rend="italic">Eliazar</hi>, welcher Name so viel ist, als „<hi rend="italic">Gott mein Helfer</hi>,“ sehen wir Ihn als wahre <hi rend="italic">Hilfe Gottes</hi>.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Nathan</hi>, welcher Name so viel ist, als „<hi rend="italic">Geschenk</hi>,“ sehen wir Ihn in den Himmel führend Alle, die an Ihn glauben, um ihnen Geschenke zu geben, wie <hi rend="italic">St. Paulus</hi> sagt: Er gibt Sich uns selbst zum Geschenke. Mit Ihm hat der <hi rend="italic">Vater </hi>und Alles geschenkt.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Jacob</hi>, welcher Name ist viel ist, als „<hi rend="italic">Untertreter</hi>,“ sehen wir Ihn als den großen Sieger über Tod und Hölle, und wie Er auch den Seinen Macht gab, auf Schlangen und Skorpionen zu treten.</p>
         <p>In <hi rend="italic">Joseph</hi>, welcher Name so viel ist, als „<hi rend="italic">Mehrer des Reichs</hi>,“ sehen wir den wahren Mehrer des Reichs, dem der <hi rend="italic">Vater</hi> alle Nationen zum Erbtheile gab und zum Besitze alle |Sp. 1074| Gränzen der Erde. Er ist gekommen, damit wir das Leben haben, und überflüssig es haben.</p>
         <p>Als <hi rend="italic">Jesus</hi> ist Er unser <hi rend="italic">Heiland, Hoherpriester</hi> und <hi rend="italic">König</hi>; als <hi rend="italic">Christus der Gesalbte des Herrn</hi>.</p>
         <p>(Schluß folgt.)</p>
         
         </div>
         <div type="kn">
         <head>Kirchliche Nachrichten.</head>
         <p rend="UKZ 4 12 kursiv">Südamerika.</p>
         <p rend="UKZ 5 11 kursiv mitte">Brasilien.</p>
         <p>
            <hi rend="italic">Rio de Janeiro</hi>, 18. Aprill. Von unserer Lage kann ich Ihnen keine getreue Schilderung entwerfen, als wenn ich Ihnen eine Stelle aus der Gelegenheit neuer Deputirtenwahlen in Pernambuco von einem der würdigsten Männer Brasiliens, dem Geistlichen <hi rend="italic">Barreto</hi>, daselbst gehaltenen wahrhaften Musterpredigt übersetze. Er sagt unter Anderm: ... „die Stimme der Religion vereinigt sich mit der Brasiliens, dieses unsers Vaterlandes, dessen Kraft in Factionen zersplittert und durch Zwietracht gebrochen ist; das von Abentheurern getheilt, was die Listigsten unterjocht, der Ignoranz einiger Wenigen, der Habgier Vieler, der Böswilligkeit Unzähliger und der Gleichgiltigkeit Aller preisgegeben ist; welches seine Söhne im Namen der Freiheit hingeschlachtet sieht, ohne daß sie sich je des Genusses der Freiheit erfreuen; welches erdröhnt von dem Geschützesdonner der Anarchie von einem Ende des Reichs bis zum andern; welches sich aus Strömen Blutes nur gerettet hat, um in einen unabsehbaren Abgrund von Kabalen zu stürzen; welches Undankbare und Verräther an seinem Busen hegt; welches bei so vielen Elementen der Wohlfahrt — Dank den Hirngespinnsten und eitlen Versprechungen fieberhafter und geisterseherischer Politiker! — nur Keime des Verderbens entwickelt — dieses armen Vaterlandes das, wenn es sein wankendes und fast sterbendes Haupt erhebt, und seinen Blick nach allen Seiten wendet, um Verbesserungen zu finden, nichts entdeckt, als neue Auflagen und Zeitungen; zu dessen Regierung sich Niemand als Ehrgeizige und Habsüchtige herbeidrängen ; dem man statt seiner Reichthümer Papier bietet und sagt, es sey Geld<note place="foot" xml:id="ftn1" n="1">
               <p rend="UKZ 8 fussnote"> Diese Stelle hat darauf Bezug, daß man in Brasilien trotz seiner berühmten Goldminen fast nie ein Gold- oder Silberstück zu sehen bekommt. In dem Handel zirkuliren fast nur die vom Staat ausgegebenen, vielfachen Fälschungen unterworfenen Billete von 1000 bis 500,000 Reis aufwärts, und als Scheidemünze dienen unförmliche, unbequeme Kupfermünzen.</p>
            </note>; welches unter der Last eines Heeres von Beamten, von Gerichtsstellen, Prozeßordnungen, Rechtsbescheiden, Dekreten, Gesetzen und Zusatzartikeln seufzt, weder Sicherheit noch Gerechtigkeit findet oder für die Zukunft zu finden hoffen kann — dieses Vaterlandes endlich, wo sich die schönsten Hoffnungen in reine Täuschungen verwandeln; wo Worte die Handlungen ersetzen, wo sich Zerstörung den Namen Reform anmaßt und moralische Verderbtheit sich mit dem Schein der Philosophie brüstet."</p>
         <p rend="UKZ 7 11 zeitschriften">(Allg. Ztg.)</p>
         <p rend="UKZ 4 12 kursiv">Rußland.</p>
         <p>
            <hi rend="italic">St. Petersburg</hi>, 26. Juli. Nach einem kaiserl. Befehle sosien die <hi rend="italic">Hebräer</hi>, die <hi rend="italic">Ansiedelung</hi> wünschen, nicht in Sibirien, sondern in den südlichen und neurussischen Provinzen Ländereien erhalten.</p>
         <p rend="UKZ 7 11 zeitschriften"> (Russ. Bl.)</p>
         <p>
            <hi rend="italic">Dünaburg</hi>. In <hi rend="italic">Parynga</hi> einem berühmten Wallfahrtsorte, etwa drei Meilen von dem Städtchen Widsy in Litthauen in der Nachbarschaft von Dünaburg ist am 7. Juli, während des Gottesdienstes, die dasige Kirche mit mehreren Geistlichen und gegen 500 Andächtigen <hi rend="italic">verbrannt</hi>. Manche Familie hat ihr gesammtes weibliches Personal und ihre Kinder verloren. Das Feuer soll durch Flachs entstanden seyn, der in der Kirche als Opfer neben dem Altare aufgehäuft gewesen, etwa ein Schiffpfund. Auf denselben ist ein brennendes Licht gefallen. Am nämlichen Tage ist die Oberlage der Kirche in <hi rend="italic">Salock</hi>, auf der zweiten Station hinter Ilseros in Litthauen, während des Gottesdienstes eingefallen, und hat 30 Menschen erschlagen und viele verwundet. </p>
         <p rend="UKZ 7 11 zeitschriften">(Frftr. Convers.-Bl.)</p>
         <p>|Sp. 1075| <hi rend="italic">Swenciany</hi>, im Gouvernement <hi rend="italic">Wilna</hi>, 29. Juli. In einer nicht fern von der Stadt gelegenen kathol. Wallfahrtskirche fand die Feier eines Heiligen statt, mit welcher ein großer Ablaß verbunden ist. Dem bestehenden Gebrauche gemäß, brachten die Landleute in großen Schaaren von nahe und ferne der Kirche ihre Gaben, und zwar meistens in Naturalien. Eine Bäuerinn, die nur einige Bündel Flachs vor dem Altar-Opfer niederzulegen hatte, kam damit einer Kerze zu nahe, wodurch diese ihre Gabe, und in wenig Augenblicken auch das, wie fast alle Kirchen jener Gegend, nur aus Holz erbaute Gotteshaus in <hi rend="italic">Flammen gesetzt</hi> ward. Die darin zusammengedrängte Menschenmenge hat sich um so weniger durch die einzige Kirchthür in das Freie retten können, als auf den ersten Lärmen die außen befindlichen um hilfreiche Hand zu leisten, in die Kirche zu dringen versucht haben. Es sind auf diese Weise mehr, als hundert Menschen jämmerlich zu Tode getreten, erstickt und verbrannt, eine bei weitem größere Zahl aber schwerer oder leichter beschädigt worden.</p>
         <p rend="UKZ 7 11 zeitschriften">(Pr. Sts.-Z.)</p>
         <p rend="UKZ 4 12 kursiv">Deutschland.</p>
         <p rend="UKZ 5 11 kursiv mitte">Preußen.</p>
         <p>
            <hi rend="italic">Berlin</hi>, 9. Aug. In dem 4. Bande der <hi rend="italic">Gagern'</hi>schen Denkwürdigkeiten, findet sich die einzige glaubwürdige Notiz über den Uebertritt der gegenwärtigen Kronprinzessinn von <hi rend="italic">Preußen</hi> zur <hi rend="italic">protestantischen</hi> Lehre, Hiernach war — wie sich dieß auch wohl erwarten ließ — der Uebertritt der Fürstinn völlig frei von aller äußern Einwirkung und durchaus die Folge der innersten Ueberzeugung. Ihr Entschluß war selbst der königl. Familie unbekannt. Sie legte ihr Glaubensbekenntniß in ihrer Privatkapelle vor dem Bischofe <hi rend="italic">Eylert</hi> ab, in Gegenwart ihres Gemahls, ihrer Tante, der Prinzessinn <hi rend="italic">Wilhelm</hi>, der Gräfinn <hi rend="italic">Reden</hi> und versüßte sich dann zum Könige, um ihm das Geschehene anzuzeigen, das ihn in ein freudiges Erstaunen versetzte. </p>
         <p rend="UKZ 7 11 zeitschriften">(Welthorizont)</p>
         <p>— Wie aus <hi rend="italic">Baden</hi> geschrieben wird, sucht man im südlichen Deutschland jetzt von <hi rend="italic">Straßburg</hi> aus eine kleine Schrift zu verbreiten, welche den seltsamen Titel führt:  „Verfolgungsgeschichte der lutherischen Kirche in Preußen.“ Wir glauben nicht zu irren, wenn wir darin das Bestreben einiger unfriedlichen Pietisten erkennen, sich als „lutherische Kirche“ geltend zu machen um dadurch die Theilnahme des protestantischen Deutschlands zu erwerben. Hier in der Hauptstadt weiß man wenigstens nichts von dergleichen Verfolgungen,“ obwohl es weder im Amte noch auf dem Lehrstuhle an Männern fehlt, die sich der kirchlichen Union nicht angeschlossen haben. Nur wenn mit solcher Weigerung das Bestreben verbunden war, nicht bloß das Separatistenwesen zu verbreiten, sondern auch einen Staat im Staate zu bilden, hat sich die Regierung veranlaßt gesehen, hier und dort einzuschreiten. Wir wissen nicht, inwiefern vielleicht diese oder jene Provinzialbehörde in solchem Falle zu weit gegangen seyn, und die Absichten der Regierung mißverstanden haben mag; aber mit Sicherheit darf wohl angenommen werden, daß diese, die im Lutherthume den Grundpfeiler der evangelisch-unirten Kirche anerkennt, zu keiner  „Verfolgungsgeschichte der lutherischen Kirche" Anlaß gegeben hat. Jedenfalls aber wird man wohl thun, sich gegen jede Verwechslung der Pietisterei mit dem Lutherthume sicher zu stellen, bevor man dem Titel jener Schrift Glauben schenkt, die, wie wir hören, den Prediger <hi rend="italic">Diemer</hi> in Straßburg zum Verfasser haben soll. </p>
         <p rend="UKZ 7 11 zeitschriften">(A. Z.)</p>
         <p>— Der verstorbene Kriegs-Minister <hi rend="italic">von Witzleben</hi>, war auch Ehrenmitglied der Gesellschaft zur Beförderung des Christenthums unter den Juden, ein Verein, der seit längeren Jahren hier aus freiem Antriebe gebildet, einen Präsidenten, einen Vice-Präsidenten und zwölf Directoren hat. Mehrere Generale befinden sich unter demselben. </p>
         <p rend="UKZ 7 11 zeitschriften">(Hamb. C.)</p>
         <p>
            <hi rend="italic">Potsdam</hi>, den 15. Aug. Am vergangenen Sonntage, den 13ten August, fand die feierliche Einweihung der, durch die Gnade Sr. Maj. des Königs für die Gemeinden von Klein-Glienike, der Pfauen-Insel, Stolpe und Nikolskoe am letzteren Orte erbauten Kirche St. Petri und Pauli statt. Se. Maj. der König hatten den evangelischen Bischof Dr. <hi rend="italic">Neander</hi> mit der Einweihung dieser Kirche beauftragt. Derselbe empfing, nachdem das Glockengeläute zum erstenmal die Gemeinden zusammengerufen hatte, von dem Schloß Baumeister Herrn A. <hi rend="italic">Schadow</hi>, welcher |Sp. 1076| im Jahre 1834 mit diesem Bau von Sr. Maj. beauftragt worden war, die Schlüssel der Kirche auf einem Kissen; nach einer kurzen Anrede schloß der Bischof die Pforte auf und führte die Gemeinde mit ihrem künftigen Seelsorger, dem Prediger Herrn <hi rend="italic">Fintelmann</hi> ein. Gegen 11 Uhr erschien Se. M. der König mit den königl. Prinzen und Hofstaaten, empfangen von der Geistlichkeit, dem Ober-Präsidenten Hrn. v. <hi rend="italic">Bassewitz</hi>, und nahmen in dem, für Allerhöchstdenselben eingerichteten Chorstuhle Platz. Nach dem Gesänge hielt Hr. Bischof <hi rend="italic">Neander</hi> vor dem Altar eine Rede, nach Anleitung der biblischen Worte: 2 Mose 20,24: „An welchem Orte ich meines Namens Gedächtniß stiften werde, da will ich zu Dir kommen, und Dich segnen.“ Altar, Taufstein und Kanzel wurden hierauf unter Gesang und Gebet feierlich eingeweiht, und mit der Liturgie und dem „Herr Gott Dich loben wir“ die Feier beschlossen. Durch diese Kirche, welche mehr den Namen einer Berg- oder Wald-Kapelle verdient, hat die, ohnedieß schon so reich bedachte, Umgebung von Potsdam einen neuen Schmuck erhalten. Die Kirche erhebt sich auf einem Hügel, der Pfauen-Insel gegenüber, rings von Laub- und Nadelholz umschlossen, nahe bei des redlichen Ivan's freundlicher Wohnung. Zu dem geräumigen Vorplatz führen zwei Treppen, und obwohl die Façade, so wie der ganze Bau möglichst einfach, dem alt-italienischen Styl sich nähernd, gehalten ist, so gewährt doch die Kirche von hier einen überraschend schönen Anblick. Von der mit getrennten Einfassungen verzierten Eingangsthür vermittelt ein auf stylisirten Säulen ruhender Vorbau von Eichenholz die Wandfläche bis zum rosettenartigen Uhrfenster. Die hohe Vorderwand, wie die ganze Kirche, von rothen sorgfältig gefügten Backsteinen, schließt oben mit zwei offenen, überwölbten Glockenhallen, zwischen denen sich, auf dem inneren Bogen ruhend, von der Gallerie aus ein achteckiger Thurm, der in einer orientalischen Kuppel endet, 110 Fuß hoch erhebt. Von diesem Thurme öffnen sich acht der schönsten Panoramen über die naheliegenden Hügel, Inseln und Seen nach Potsdam, Spandau, Berlin etc. Nicht minder erfreulich ist der Eindruck, welchen die Kirche im Innern macht, wo ebenfalls der mittelalterliche Styl in der Kanzel, welche auf vier Säulen ruht, in der von einem geschickten Künstler in Treuenbrietzen gebauten Orgel, und in dem mit einer Decke von Glienikischer Seide bedecktem Altar durchgeführt ist. Zwei Fensterreihen von buntem Glast verbreiten eine harmonische Beleuchtung, und hinter dem Altar sind Felder angedeutet, welche für Bilder, oder vielleicht auch zur Aufstellung der zwölf Apostel des Sebaldusgrabes sich eignen würden. Die Decke der Kirche ist von Holz, und läßt die Construction des Hängewerkes und der Balken frei sehen, zwischen denen Cassettungen eingeschoben sind. Die Brüstung der Kanzel ist mit zwei sehr kostbaren musivischen Bildern, den ausdrucksvollen Köpfen der Apostel Petrus und Paulus geschmückt. Möge die Kirche nach dem frommen Sinne ihres hohen Stifters, den Gemeinden so zur Erbauung gedeihen, wie sie der Umgegend zur erfreulichen Zierde gereicht. </p>
         <p rend="UKZ 7 11 zeitschriften">(Magdeb. Ztg.)</p>
         <p>
            <hi rend="italic">Breslau</hi>. Der Professor der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Breslau, Kanonikus Dr. <hi rend="italic">Berg</hi>, ist am 19. d. M. zu Reinerz an der Lungen-Schwindsucht mit Tode abgegangen. </p>
         <p rend="UKZ 7 11 zeitschriften">(Aachn. Ztg.)</p>
         <p>— den 19. Juli. Gestern wurde der ernannte Domherr Hr. <hi rend="italic">Elster</hi> auf die gewöhnliche feierliche Weise als Domkapitular des hiesigen hochwürdigen hohen Domstiftes in der Domkirche introducirt. </p>
         <p rend="UKZ 7 11 zeitschriften">(Schlesisch. Kirchenbl.)</p>
         <p>
            <hi rend="italic">Königsberg</hi>. Der zum Andenken des verstorbenen Consistorial- und Schulraths, Dr. <hi rend="italic">Dinter</hi>, in Königsberg in Preußen gegründete Verein, hat, — lediglich durch freiwillige Geldbeiträge unterstützt, — im Herbste v. J. die erste Klein-Kinder-Bewahrschule in Königsberg gegründet und eröffnet, und das Institut im Monat Mai d. J. durch Anlegung einer zweiten Schule dieser Art erweitert.</p>
         <p>
            <hi rend="italic">Braunsberg</hi>. Die Stadt Braunsberg hat dem Direktor des kön. kathol. Gymnasiums daselbst, Dr. <hi rend="italic">Gerlach</hi>, das Ehrenbürgerrecht, als Anerkennung seiner Verdienstlichkeit in Beförderung des Gedeihens der städtischen Schulanstalten seit einer Reihe von Jahren als Mitglied der Stadtschul-Deputation, verliehen.</p>
         <p>
            <hi rend="italic">Liegnitz</hi>. In Oberau, im Lübener Kreise des Regierungsbezirks Liegnitz, feierte am 22. d. M. der dasige Superintendent, |Sp. 1077| Pastor <hi rend="italic">Berndt</hi>, sein 50jähriges Amtsjubiläum in derselben Gemeinde, in die er vor einem halben Jahrhundert als Geistlicher eingetreten war. </p>
         <p rend="UKZ 7 11 zeitschriften">(Rh- u. Mos.-Z.) </p>
         <p>— Am 11. d. M. Nachmittags schlug der Blitz in die Kirche zu Bellmannsdorf, im Laubaner Kreise des Regierungsbezirks Liegnitz, wahrend 180 Kinder zum Katechismus-Examen versammelt waren, tödtete von den letzteren ein 13jähriges Mädchen und betäubte und verletzte noch 13 andere Personen; auch die Kirche erlitt dabei einen bedeutenden Schaden. </p>
         <p rend="UKZ 7 11 zeitschriften">(Düss. Ztg.)</p>
         <p>
            <hi rend="italic">Posen</hi>, den 12. Aug. Auf Antrag des verstorbenen Erzbischofs <hi rend="italic">von Wolicki</hi> geruhte Se. Maj. der König, mittelst Cabinetsordre vom 5. Januar 1828, die Wiederherstellung des in der Domkirche zu Posen befindlichen, den beiden Königen von Polen, <hi rend="italic">Miecislaus I.</hi> und seinem Sohne <hi rend="italic">Boleslaus</hi>, als Verbreitern des (kath.)Christenthums in Polen und Schlesien, errichteten Denkmals zu genehmigen, und zugleich, zur Deckung der diesfallsigen Kosten, die Sammlung freiwilliger Gaben zu gestatten. Die letztere begann, unter Leitung des gedachten Erzbischofs, im Jahr 1829, und es wurde gleich Anfangs von Seiten der Beitragenden der Wunsch ausgesprochen, daß nicht allein die alten Sarkophage der beiden Könige wiederhergestellt, sondern auch die Statuen derselben in Eisen oder Erz, wo möglich auf einem öffentlichen und freiliegenden Platze, aufgestellt werden möchten. Obgleich die Behörde sich mit diesem Wunsche einverstanden erklärte, und die vorzüglichsten Künstler Berlin's ihre Bereitwilligkeit zur Unterstützung des Unternehmens dadurch bekundeten, daß Professor <hi rend="italic">Rauch</hi> das Statuen, der geheime Oberbaurath <hi rend="italic">Schinkel</hi> aber die Zeichnung der Verzierungen des vor der Domkirche belegenen und für den Zweck ausersehenen Platzes liefern wollte, so zeigte sich doch beim weiteren Verfolg der Sache, daß das mit 22,000 Rthlrn. gesammelte Geld zur Ausführung eines so umfassenden Planes nicht ausreichen würde. Man beschränkte sich daher auf die Errichtung einer Kapelle in der Domkirche selbst, nach Art der Jagellonischen im Dom zu Krakau, worin auf der einen Seite des Altars die den alterthümlichen Sarkophagen nach den genauesten Beschreibungen treu nachgebildeten Särge der beiden Könige ihren Platz finden, auf der andern Seite aber die Standbilder derselben hinter einem zwischen denselben zu errichtenden großen Kreuze, als Sinnbild des durch sie verbreiteten christlichen Glaubens, aufgestellt werden sollen. Die Wände und die Decke der Kapelle sollen reich vergoldete Verzierungen von Gyps schmücken, und man schmeichelt sich, daß das ganze Werk noch im Laufe dieses Jahres vollendet werden wird, da der kunstsinnige, thätige Graf Eduard v. <hi rend="italic">Raczynski</hi>, an der Spitze eines dazu niedergesetzten Comite's, die begonnenen Arbeiten leitet. </p>
         <p rend="UKZ 7 11 zeitschriften">(Berl. Ztg.)</p>
         <p>— Von den 38 Klöstern, welche bei der Besitznahme der Provinz Posen im Jahr 1815 vorgefunden wurden, sind 37 bereits aufgehoben, und es besteht nur noch das Cisterzienser-Nonnenkloster in Olobok, dessen Aufhebung auch bereits in Antrag gebracht worden ist. </p>
         <p rend="UKZ 7 11 zeitschriften">(A. Z.)</p>
         <p>— Jeder, der einen Wallfahrtszug nach weit entlegenen Orten begleiten will, muß einen Reisepaß haben. Jedoch dürfen keine solchen Züge stattfinden ohne Begleitung eines in der Seelsorge angestellten, von dem Bischofe mit besonderem Auftrage versehenen Geistlichen. </p>
         <p rend="UKZ 7 11 zeitschriften">(A. K. Z.)</p>
         <p>
            <hi rend="italic">Erfurt</hi>. Die k. Regierung zu Erfurt macht in dem Regierungsamtsblatte vom 15. Aprill a. c. die Aufhebung des Marienstifts daselbst mit folgenden Worten bekannt:  „Durch die allerhöchste Kabinetsordre vom 28. Januar d. J. ist festgesetzt worden, daß das bisherige hiesige Kollegiatstift beatae Mariae Virginis aufgehoben, und dessen gesammtes Vermögen dem königlichen Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten überwiesen werden soll. Indem wir hiermit bekannt machen, daß diese allerhöchste Kabinetsordre zur Ausführung gebracht, das gesammte Vermögen gedachten Stifts Namens des Staates in Besitz genommen worden, und daß dessen Verwaltung an uns übergegangen ist, fordern wir alle diejenigen, welche an das Stift beatae Mariae Virginis Pachtgelder, Erbzinsen, Kapitalien, Zinsen und sonstige Leistungen zu entrichten haben, hiermit auf, solche an den Offizial <hi rend="italic">Schmidt</hi>, welcher vorläufig mit deren Vereinnahmung beauftragt ist, zu zahlen.“ So ist das letzte katholische Stift in der Provinz Sachsen aufgehoben worden! Das sämmtliche Vermögen des aufgehobenen |Sp. 1078| Stifts wird mit Vorwissen des hochw. Bischofs von <hi rend="italic">Paderborn</hi> zu katholischen Zwecken für Erfurt und das Eichsfeld verwendet werden. Vor allen Dingen soll davon fundirt werden das neu zu organisirende bischöfliche Kommissariat für das Eichsfeld und Erfurt. Das geistliche Gericht in Erfurt wird eingehen, und für Erfurt und Heiligenstadt, nur Ein Kommissariat organisirt werden. Wo dieses bischöfl. Kommissariat hinverlegt werde, ob nach Heiligenstadt oder nach Erfurt, darüber sind verschiedene Gerüchte im Umlaufe, die es bald nach Heiligenstadt bald nach Erfurt verlegen. Männer, die tief in die Sache eingeweiht sind, und vermöge ihrer Stellung zum hochw. Hrn. Bischof, wie zur Regierung, es wohl wissen können, versichern, es würde nach Heiligenstadt kommen. Und dieses läßt sich auch wohl begreifen, wenn man das Sachverhältniß genauer betrachtet. Das Eichsfeld bildet den größern katholischen Sprengel der Seelsorge, hier ist am meisten zu thun, zu besorgen, mehr, als in Erfurt, deßwegen ist es auch zweckmäßiger, wenn das bischöfliche Commissariat in Heiligenstadt bleibt, und daselbst organisirt wird. Ein Theil des Vermögens des aufgehobenen Stifts soll verwendet werden zur Ausbildung der katholischen Theologen vom Eichsfelde und Erfurt. Zu diesem Behufe werden denen, welche kathol. Theologie studiren, und auf den Universitäten sind, Stipendien ertheilt werden, und ein Theil an das bischöfl. Seminar zu Paderborn abgegeben. Was dann noch übrig bleibt, wird zur Verbesserung der kathol. Schulen und Schulstellen des Eichsfeldes und Erfurt's verwendet. Nun wird wohl so manchem Geistlichen einleuchten, warum das Ministerium der geistl. Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten im Jahr 1833 ein genaues Verzeichnis des Einkommens der Schulstellen des Eichsfeldes einforderte, mit der Versicherung, es böte sich Gelegenheit dar, dieselben zu verbessern. Nunmehr wird es raschen Schrittes voran gehen, und wir werden bald die Freude erleben, an einem Orte, in dem Eichsfelde, wo eine protestantische Kirche, Pfarrer und Schullehrer sind, aber auch viele Katholiken wohnen, die keine Schule haben, aus dem Vermögen des aufgehobenen Stifts eine neue Schule errichtet und gegründet zu sehen. </p>
         <p rend="UKZ 7 11 zeitschriften">(K. K.-Ztg.)</p>
         <p>
            <hi rend="italic">Hückeswagen</hi>, den 14. Juli. Vorgestern wurde hier das 50jährige Amtsjubiläum des hiesigen evangelisch-reformirten Pfarrers Herrn Joh. Heinr. <hi rend="italic">Schnabel</hi> mit der lebendigsten Theilnahme der drei Konfessionen feierlich begangen. Der Hr. Generalsuperintendent und Bischof Dr. <hi rend="italic">Roß</hi> von Berlin überreichte unter herzlichen Glückwünschen dem Herrn Jubilarius die Insignien des ihm von Sr. Maj. dem Könige, aus Anerkennung seiner treuen 50jährigen Amtsführung, huldreichst verliehenen rothen Adlerordens. </p>
         <p rend="UKZ 7 11 zeitschriften">(Köln. Ztg.)</p>
         <p>
            <hi rend="italic">Elberfeld</hi>. In dem, dem theologischen Publikum nicht allein unseres Königreiches, sondern selbst dem ganzen protestantischen Deutschland so bekannten, als ärgerlichen Streite über die <hi rend="italic">Hülsmann'sche</hi> Predigerbibel — (über welche ein Aufsehen der Art gewiß nicht gemacht worden wäre, wenn der Verfasser nicht von dem achtbarsten Theile  „der größten Gemeinde der Grafschaft Mark" zum Pfarrer gewählt worden wäre, welche Wahl den Zeloteneifer einer gewissen, sogenannten evangelischen Partei in Wuth entflammt und zu den bekannten Schritten bewogen hat) — und dessen Wahl zum Pfarrer in Schwelm, der Gott weiß es, mit welchem Rechte erhoben, mit welchen Waffen ist geführt, und in welcher Weise wird beendigt werden, — traten auch 17 Pfarrer der Kreissynode Dortmund, und zwar für Pfarrer <hi rend="italic">Hülsmann</hi>, in die Schranken, und empfahlen in einer durch den Druck veröffentlichten Erklärung den Pfarrer <hi rend="italic">Hülsmann</hi> dem Schutze der Provinzial-Synode, und sprachen ihre Bedenken gegen eine fortdauernde Geltung der symbolischen Bücher, als Glaubens- und Gewissensfreiheit gefährdend aus, und forderten eine amtliche Untersuchung, ob durch die Predigerbibel und durch die Berufung des Verfassers derselben zu einer anderen Gemeinde die Reinheit der evangelischen Kirche gefährdet werde. — Gegen diese Erklärung standen nun auf — wie man glauben muß, innerlich dazu berufen — die Superintendenten <hi rend="italic">König, Natorp, Albert, Philipps, Klingelhöller, Smend</hi>, und zwar in einem Gutachten, der hochwürdigen Provinzial-Synode von Westphalen ehrerbietigst gewidmet, welches aber hoffentlich die einsichtsvolle Synode nicht bestimmen wird. Wir heben nur Einiges aus demselben hervor: In Bezug auf die Forderung jener 17 Pfarrer, daß die Synode entscheide, ob durch die Predigerbibel und durch |Sp. 1079| die Berufung des Verfassers derselben zu einer anderen Gemeinde die Reinheit der evangelischen Kirche gefährdet werde, meynt das Gutachten, dürfe die Provinzial-Synode nicht schweigen. Die Verfasser des Gutachtens stimmen mit der Aeußerung der 17 Pfarrer überein „die Synode darf nicht schlafen, weder den Schlaf der Mattigkeit und Trägheit, noch den der Sicherheit, und muß ihr Wächteramt im vollen Vertrauen auf Gott und unbekümmert um das Resultat und seine Folgen ausüben.“ Und als Mitglieder der Provinzial-Synode halten sie sich weiterhin verpflichtet und berechtigt, die Erklärung der Hrn. Pfarrer zu Dortmund offen und freimüthig zu prüfen, und denselben entgegen sich über die Geltung der symbolischen Bücher der evangelischen Kirche, über die in der Erklärung dagegen ausgesprochenen Gründe, über die durch jene Geltung bedingte Freiheit der wissenschaftlichen Forschung für den evangelischen Geistlichen und über das Verhältniß der Predigerbibel zu dem Lehrbegriffe der evangelischen Kirche auszusprechen. — Diese Sätze werden dann in vier Nummern beantwortet, welche Beantwortung wir im Allgemeinen auf sich beruhen lassen, weil sie theils sich selbst widerlegt, theils so oft schon widerlegt worden ist, daß wir dagegen vor der Hand Nichts aufbringen können, was nicht schon ausgesprochen ist. Doch aber erlauben wir uns, über einiges Vorgebrachte Folgendes zu bemerken. Satz 2 heißt es:  „Ueber die in der Erklärung (der 17 Pf.) gegen fortdauernde Geltung der symbolischen Bücher gemachten Einwürfe. — Viele dieser Einwendungen, daß durch solche Geltung die Glaubens- und Gewissensfreiheit aufgehoben, die symbolischen Bücher der heil. Schrift gleichgestellt, oder gar über dieselbige erhoben, eine Knechtschaft des Buchstabens, ein lichtscheuer Glaube, ein finsteres Christenthum herbeigeführt werde, würden in der Erklärung nicht aufgestellt worden seyn, wenn nicht die Geltung derselben als Lehrnorm mit ihrer Geltung als Glaubensnorm verwechselt und daraus die Folgerung abgeleitet würde, der Geistliche sey verpflichtet, jede einzelne Bestimmung derselben zu glauben und zu predigen, wenn dieselbe auch nach seiner Ueberzeugung dem göttlichen Worte widerspreche; Ebenso wenig scheint die mit jenen Einwendungen zum Theil in Widerspruch stehende Bemerkung, daß der Sinn der symbolischen Bücher ebenso, wie der der heil. Schrift entstellt und verdreht werden könne, einer Widerlegung zu bedürfen, da der Unterschied zwischen der Heil. Schrift und den ein dogmatisches System, dogmatische Begriffe enthaltenden symbolischen Bücher nicht entwickelt zu werden braucht. Folgende Einwendungen dürften demnach nur einer näheren Widerlegung bedürfen: 1) daß eine solche fortdauernde Geltung nach der Kirchenordnung und Agende, sowie nach sonstigen gesetzlichen Bestimmungen in unserer Provinz nicht stattfinde. — Die Kirchenordnung sagt aber §. 78. die Predigt sey der heiligen Schrift und dem evangelischen Glaubensbekenntnisse gemäß.<note place="foot" xml:id="ftn2" n="2">
               <p rend="UKZ 8 fussnote"> Wer doch wahrhaftig dieses Letztere nur, insofern die Glaubensbekenntnisse nicht spitzfindige Bestimmungen menschlicher Philosophie, sondern das lautere, klare Bibelwort enthalten. —</p>
            </note> Nach §. 49. hat die Provinzial-Synode über die Erhaltung der Reinheit der evangelischen Lehre in Kirchen und Schulen zu wachen. Nach §. 145. 1. hat der Superintendent bei Kirchenvisitationen seine Aufmerksamkeit auf <hi rend="italic">Lehre</hi>
            <hi rend="footnote_reference">
               <seg rend="italic">
                  <note place="foot" xml:id="ftn3" n="3">
                     <p rend="UKZ 8 fussnote"> Aber doch nur, in wie weit diese schriftmäßig sey, wenn dieses selbst. Wer ist hier Richter?? —</p>
                  </note>
               </seg>
            </hi> und Betragen der Pfarrer zu richten. Nach der durch die Kirchenordnung den hiesigen Provinzen gegebenen, also dieselbe erläuternden (??!!) Agende wird dem Ordinanden S. 24 und 25 vorgehalten:  „erstens keine andere Lehre predigen und ausbreiten zu wollen, als die, welche gegründet ist in Gottes klarem und lauterem Worte, den prophetischen Schriften des alten und neuen Testamentes, unserer alleinigen Glaubensnorm, und verzeichnet in den drei Hauptsymbolen, dem Apostolischen, dem Nicänischen und Athanasianischen (hier werden herkömmlich die symbolischen Schriften genannt) und in deren Geiste die Agende unserer evangelischen Landeskirche abgefaßt ist, und derzufolgen Euch obliegt“, und ebendaselbst S. 69 „demnach ist der Prediger Amt, erstens: keine andere Lehre predigen und ausbreiten zu wollen, als die, welche begründet ist in Gottes lauterem und klarem Worte, den Schriften des alten und neuen Testamentes, und verzeichnet in den Bekenntnißschriften unserer Kirche. Kann es denn nach solchen Stellen geläugnet werden, daß die symbolischen Bücher nach Kirchenordnung und Agende ihre fortdauernde Geltung als Lehrnorm |Sp. 1080| für den evangelischen Geistlichen haben?“ — Wohl ist es wahr, daß nach der Agende für Westphalen und die Rheinprovinz S. 24 und 25 dem Ordinanden vorgehalten wird, erstens: keine andere Lehre predigen und ausbreiten zu wollen, als die etc., wie von den Herren Superintendenten die Stelle citirt worden ist. Aber sie haben vergessen des anderen Formulars zu gedenken, das in der Agende gleichfalls abgedruckt ist, und mit dem angeführten gleiche Giltigkeit hat; wenigstens den Hauptpunkt, auf den es unseres Dafürhaltens ankommt, hätten sie nicht übersehen oder übergehen dürfen. Heißt es auch hier: „demnach ist der Prediger Amt, erstens: keine andere Lehre zu predigen und ausbreiten zu wollen, als die, welche gegründet ist in lauterem und klarem Worte, den Schriften des alten und neuen Testamentes, unserer alleinigen Glaubensnorm, und verzeichnet in den Bekenntnißbüchern unserer Kirche etc. etc.“, so wird doch in den eigentlich verpflichtenden Fragen der Bekenntnißschriften nicht gedacht; die symbolischen Bücher daher als Lehrnorm anzusehen und zu beachten, werden die Geistlichen durch ihr  „Ja“ auch nicht verpflichtet. Der zu ordinirende Geistliche wird nämlich ausdrücklich gefragt: 1) Seyd Ihr in Euerem Herzen versichert, daß Ihr, so wie von dieser Gemeinde, so auch von dem Herrn der Kirche zu diesem heiligen Dienste berufen seyd? 2) Haltet Ihr auch die Schrift, sowohl das alte, als neue Testament für das einzige Wort Gottes und für die <hi rend="italic">vollkommene Lehre</hi> zur Seligkeit, so daß Ihr Alles, was dagegen streitet, ganz und gar verwerft? 3) Verheißt Ihr Euch hierbei, Euer Amt, wie es zuvor beschrieben ist, nach dieser Lehre (der heil. Schrift. Ref.) treulich zu verwalten, Euere Lehre mit einem gottseligen Leben zu zieren etc.? — Und an dieses Formular mögen sich denn Alle halten, welche nach ihrem besten Wissen und Gewissen die symbolischen Bücher als in allen ihren Sätzen wahrhaft biblisch nicht unterschreiben, daher nach ihnen auch nicht lehren können. Ja, man ist nach der zweiten Frage selbst berechtigt, das, was in den Bekenntnißschriften mit dem reinen, klaren Bibelworte streitet, ganz zu verwerfen. —</p>
         <p rend="UKZ 7 11 zeitschriften">(Allg. K.-Ztg.)</p>
         <p>
            <hi rend="italic">Coblenz</hi>, 20. Juli. Vor einigen Tagen reiste Hr. <hi rend="italic">Pisbach</hi>, Zögling der Propaganda in <hi rend="italic">Rom</hi>, von Coblenz über Trier nach Metz, Paris und Havre de Grace, um sich in jenem Hafen nach Amerika einzuschiffen. Er ist von Rom aus dem hochw. Hrn. Bischof von <hi rend="italic">Philadelphia</hi> zugewiesen. Herr <hi rend="italic">Pisbach</hi> ist ein eifriger und braver junger Priester, der um die Ehre des Herrn zu verbreiten, sein Vaterland, seine Mutter und Geschwister verläßt; jedoch der liebe Gott wird ihm dort auch ein Vaterland, eine Mutter und Geschwister geben. Gott segne sein Unternehmen, bringe ihn glücklich an den Ort seiner Bestimmung! </p>
         <p rend="UKZ 7 11 zeitschriften">(K. K.-Ztg.)</p>
         <p>— Des Königs Maj. haben den zum Pfarrer der evangelischen Gemeinde zu Coblenz designirten bisherigen Garnisonsprediger <hi rend="italic">Groß</hi> zum Konsistorialrath bei dem Konsistorium der Rheinprovinz zu ernennen Allergnädigst geruht.</p>
         <p rend="UKZ 7 11 zeitschriften"> (Düsseld. Ztg.)</p>
         </div>
         <div type="ta">
         <head>Theologische Akademie.</head>
         
         <div type="taka">
         <head>Katholische Abtheilung.</head>
         <p><title> <hi rend="UKZ_11_mitte_fett">Von dem Trennungsprinzip der Reformation und dessen heutiger Bedeutung.</hi></title>
           </p>
         <p>
            <hi rend="UKZ_11_mitte_fett">Von F. B. von <seg rend="italic">Buchholtz</seg>, k. k. Rath in Wien. </hi>
         </p>
         <p rend="UKZ text">
            <hi rend="UKZ_11_mitte_fett">
               <seg rend="normalweight">(Schluß.)</seg>
            </hi>
         </p>
         <p>Sehr häufig wird von den Nichkatholiken die Reformation als der nothwendig gewordene Ausbruch des sittlichen Gefühls gegen die Verderbtheit der Geistlichkeit, namentlich im 15. Jahrhundert geschildert. Noch öfterer wird sie als Lösung des Gewissens vom Zwang des weltlichen Strafgesetzes, und durch diese Befreiung, so wie durch die aus ihr hervorgehende, oder den Kampf geweckte Freiheit der Untersuchung, als die Pflegerinn |Sp. 1081| anderer Freiheiten geschildert, woraus besonders die Wissenschaften und die Kräfte des Geistes neuen Aufschwung erhalten hatten.</p>
         <p>— Katholischer Seits wird bekanntlich hierauf geantwortet, daß wenn ein großer Theil der Kirche schlecht war: wogegen sich das sittliche Gefühl empören und man den Ausspruch „folgt ihren Worten und nicht ihren Werken," im Ungestüm dieses Gefühls vergessen konnte, — es anderer Seits nicht an den großartigen Beispielen christlicher Tugend und ihres reichsten Segens gefehlt habe, woran jenes sittliche Gefühl sich hätte erbauen und kräftgen können. — Es wird ferner geantwortet, daß das Kriminalgesetz des Mittelalters zwar die Orthodoxie in seinen Schutz nahm, aber dienend, nicht aus Menschenmacht befehlend, so daß wenigstens eine bewußte Verfechtung des Gewissens unter menschliche Meynungs-Tyrannei darin nicht liegen konnte. Daß aber die Wissenschaften und die Entwickelung freier Staatsformen durch die kirchliche Lehre nicht gehindert werden, deßhalb berufen sie sich theils auf die Natur der Sache, theils auf so Vieles und Großes, was in dieser Beziehung, ganz unabhängig von der Kirchenspaltung die europäische Geschichte verherrlichet. Sie erinnern, daß die Spaltung selbst anderer Seits auch sehr gedient hat, die schon vorhandenen Bestrebungen und Gestaltungen vielfach zu hemmen, indem z. B. die Kirche manche intellektuelle Kräfte und kathol. Monarchen manche Freiheitsbestrebungen bloß aus dem Grunde mißtrauisch ansahen und beschränkten, weil dieselben Mittel für die Religionsneuerung geworden waren. Aber abgesehen von allem diesen, und gesetzt, daß auch katholischer Seits zugegeben werden müßte, daß die sittliche Kraft im äußern Lehrkörper, das was die Kirche selbst Reform nennt, nicht anders mehr, als durch einen so furchtbaren Abfall und Kampf zu wecken gewesen: — daß ferner darum diese Spaltung vielleicht von Gott zugelassen sey, damit nicht selbst die wahre Lehre, wegen der Vermischung mit weltlichem Gesetz, zu sehr als Menschensache aufgenommen und endlich auch durch menschliche Macht beherrscht und unheilbar verfälscht worden wäre: — daß endlich die Entwickelung aller menschlichen Kräfte, der Umfang ihrer Bestrebungen, die Erforschung aller Quellen etc. aus den spätern Wirkungen der Reformation einen eigenthümlichen Character und günstige Bedingungen erlangt habe; — gesetzt, man könnte sich in solchen geschichtlichen Ansichten über die Unvermeidlichkeit oder wichtigen Folgen der Kirchenspaltung vereinigen, würde dadurch auch nur das mindeste an der eigentlich streitigen Frage, und an den Motiven geändert, die zu ihrer Erörterung und Beantwortung auffordern?</p>
         <p>Die Kirchenspaltung hat außer ihrer europäisch-universellen eine nationaldeutsche Bedeutung. Vielfach und von allen Seiten ist es beklagt worden, daß sie die Einheit deutscher Nation so tief getrennt und gehindert hat. — Ganz neuerlich ist darauf aufmerksam gemacht worden, daß in einer gewissen Epoche wenig gefehlt hatte, wenn man die Masse betrachtet, daß ganz Deutschland sich in der protestantischen Absicht, wenigstens in der Ausstoßung gewisser kirchlichen Lehren und Uebungen die man Mißbräuche nannte, vereinigt hätte, wenn nämlich <hi rend="italic">Maximilian II</hi>., Sohn und Nachfolgers <hi rend="italic">Ferdinands</hi>, in seiner anfänglichen Richtung beharret wäre. Aber kann man sich auf solche Weise eine wirkliche Einheit begründet denken? war man nicht in der Hauptsache, jener Verneinung des Wesens der Kirche einig, so war man es gar nicht. Wäre man das gewesen, hätte man es bleiben können? würde nie die gegenseitige Ueberzeugung wieder haben Raum gewinnen, können? hätte man sie zwangsweise, wie in England durch sogenannt gute Gesetze, fesseln und unterdrücken sollen? Seitdem eine Grundfrage über das Wesen der Kirche in Streit gebracht war, konnte eine politische Einheit Deutschland's schlechterdings nicht anders mehr bestehen, als daß man sich über die Stellung vereinigte, worin sich die weltliche Macht, gegen die auf geistigem Gebiet zu vollziehende Wiederaussöhnung über diese Fragen, und zur Glaubensfreiheit überhaupt zu behaupten habe; wie solche Einheit in jener Toleranz, wie sie der Religionsfriede, später der westphälische Friede und neuerlich die Bundesacte (obwohl in einer allerdings mangelhaften und nicht nach gründlicher Idee durchgeführten Weise) feststellen, zum Theil auch ausgesprochen ist.</p>
         <p>Wenn von der Bedeutung die Rede ist, welche das seither betrachtete Trennungsprinzip zur gegenwärtigen Zeit haben kann, so dürfte keine der bisher erwähnten Eigenschaften und |Sp. 1082| Seiten der Sache außer Acht zu lassen seyn. Wir sahen, wie ganz ohne und gegen die Absicht Jener, welche dieses trennende Prinzip aussprachen, dasselbe doch in späterer Entwicklung mittelbar beitragen mußte, dem Rationalismus, der Vernunft der Ichheit, den Weg zu größerer Herrschaft zu bahnen, und daß selbes durch Begründung der Gleichheit und gänzlichen Unabhängigkeit jedes Geistes von allen andern Dingen des Glaubens, auch jene Seite der Zeit verstärkt hat, welche in der sittlich-politischen Ordnung den Einzelnen vom Leben des Geschlechtes völlig zu trennen, und die Gesellschaft auf Gleichheit und Independenz zu gründen, das Bestreben hat. — Außerdem sahen wir, daß nicht bloß einer ungläubigen Naturansicht, sondern auch jener schwärmerischen Ueberhebung, da menschliche Phantasie und Gemüthskräfte, ja vielleicht die Sinnlichkeit und materielle Wirklichkeit selbst, Hauch und Kraft Gottes, Kultus zu seyn sich anmaßen, — in allen den mannichfaltigen Gestalten falscher Mystik, welche sich von dem Fanatismus der Wiedertäufer und Independenten an bis zu den schwärmerischen Sekten unserer Tage, ja bis zu den St. Simonisten, und jenen vielleicht noch künftigen Bestrebungen gesteigerter Naturvergötterung, wozu die St, Simonisten vielleicht nur ein plumperes und allzuprosaisches Vorbild abgeben, — durch die Verneinung der objectiven Kirche <hi rend="italic">mittelbar</hi> ein weit größerer Spielraum zu Theil wurde. Es scheint also, daß alle, welche dem Unglauben sowohl, als dem geistigen Hochmuth, übersichtiger Schwärmerei und einem frechen neuen Heidenthum entgegen sind, <hi rend="italic">wünschen müssen, daß jenes trennende Prinzip sich mildere</hi>. — Es scheint dieß nicht minder der Wunsch aller deren achtungswürdigen Stimmen in der protestantischen Welt seyn zu müssen, welche (wie neuerlich <hi rend="italic">Plank</hi> in seiner Schrift gethan) nach Erwähnung aller jener einseitigen und abnormen Richtungen einer verfolgungssüchtigen, angemaßten Orthodoxie und dagegen eines düstern und willkührlichen Mystizismus, als Hoffnung aufstellen, daß unsere Zeit der reineren Harmonie der Erkenntniß- und Gemüthskräfte, des Verstandes und Willens im Christenthum sich nähere. Wird das seyn können, wenn nicht die Art und Weise der Festigkeit, deren sich die Lehre erfreuen muß, wenn nicht die Art und. Weise dessen, was der Mensch selbst zur Erlangung des Heiles thun soll, durch die Lösung jener großen Frage, welche, nicht immer Trennungsprinzip zu bleiben braucht, sondern auch die eigentlichen Elemente der Aussöhnung und Wiedervereinigung in sich enthält, in's wahre Licht gebracht ist? — Aber auch an sich selbst, welcher ernste Christ wird nicht hier den wichtigsten Gegenstand gläubigen Forschens finden? wer, der da glaubt, würde sich nicht scheuen, den Geist willkührlich von der Leiblichkeit zu scheiden, in welcher nach einem, geistreichen Ausdruck, die Vollendung aller Wege Gottes liegt? Alles kommt darauf an, in welcher Weise der Herr Christus selbst die Wirkungen seiner Gnade an die Geheimnisse und Wunder seines Leibes knüpfen wollte. Sollten wirklich die wüthigen Schmähungen der Reformatoren auf die Messe hinreichend seyn, den Christen, welcher sanften Gemüthes ist, über den entgegenstehenden ernsten Ausspruch so vieler Jahrhunderte, der morgen- und abendländischen Kirchen, jenes Meeres von Zeugnissen, einmal für immer zu beruhigen?</p>
         <p>Und die Freunde der Nationaleinheit? Wer würde eine bessere Mütze und Begründung derselben im Geistigen finden, als wenn man hoffen könnte, daß die dem Glauben nicht entfremdeten Denker des großen Vaterlandes in den Fragen von der Kirche, von dem Zeugniß, der Fortpflanzung und Erhaltung, des Glaubens einig, von hier aus, von dieser geheiligten Mitte aus, in welcher Christus selbst die Menschheit und Natur ergreifen und in Besitz nehmen wollte, aus, die Resultate der sich mehr und mehr erweiternden Geschichte und Naturerforschung immer umfassender beleuchten möchten? wenn auch so die Verhältnisse des Glaubens zum Staate mit Eintracht aller derer, welche den Glauben ehren (die wahre Freilassung der Gewissen von Seiten der Staatsmacht, mit den mittelbaren Schutz des Heiligen und der Ehrfurcht vor der Offenbarung verbindend) lichtvoll und mit ruhiger Vernunft geordnet werden möchte?</p>
         <p>Es wird also allen denen von großer Wichtigkeit seyn, denen der Schutz ehrwürdiger Wahrheiten gegen die übermüthige Vernunft der Ichheit oder gegen Schwärmerei oder Naturvergötterung etwas gilt, allen, welchen die Harmonie der erkennenden und wollenden Seelenkräfte im Glauben, allen endlich, welchen |Sp. 1083| der innere Frieden der Christen selbst, und auch die Begründung echter Nationaleinheit im freien geistigen Gebiete am Herzen liegt, — daß jene Frage, deren Behandlung und Beantwortung den Streit entweder verewiget, oder heilt und sühnt, mit so ernster als bescheidener Wahrheitsliebe erforscht werde. — Man wird nicht zu fürchten haben, daß Blüthen des Ruhmes welken, wenn sie anders echt und wahrhaft sind, welche die mächtige Bewegung, wodurch die Verneinung Raum gewann, begleiteten oder ihr nachfolgten; nur <hi rend="italic">zufällig</hi> können wahre Kränze des Ruhmes sich einem Nein zugesellen; es wäre denn, daß dasselbe die Folge eines tiefer liegenden, erhebenden Ja sey. Bis jetzt ist dieses Ja nicht angegeben, welches wirklich zur Verneinung der Kirche in ihrer sacramentalen Grundlage nöthigte: es kann weder in der Knechtschaft des Willens gegen Gott, wie sie die Reformatoren lehrten, gegeben seyn, welche in der Freiheit des Menschen gegen Welt und Natur, welche in der neueren Zeit der Kirche entgegengesetzt werden. Denn der allmächtige Gott setzt freie Geschöpfe sich gegenüber, schaffend sowohl, als erlösend; und die Freiheit des Menschen kann sich keiner Schranken weigern, die aus der Leiblichkeit stießen, durch welche Gottes ewiges Wort sich beschränkt zu haben gelehrt wird. — Sollte aber jemand ein solches erhabenes Ja, ein hohes Gemeingut der Menschheit wirklich zu erkennen glauben, womit die Kirche, ihrer reinen Idee nach, unverträglich wäre, so rede er wenigstens nicht so, als wenn das so schwer zu Findende, schon längst gefunden wäre.</p>
         <p>Wenn aber anderer Seits redlichen Wahrheitsfreunden einleuchten sollte, daß nichts sie nöthige, jene wesentliche Frage zu verneinen, wenn sie vielmehr zur Bejahung derselben dringende Analogien, und lichte Gründe finden sollten, so ist damit gar nicht gesagt, als wenn darum aus jenem langen Kampfe nicht für die gerettete Sache selbst in allen ihren Folgen und Beziehungen wesentliche Vortheile hervorgehen könnten. Der menschliche Ausdruck, die Fassungskraft, das Organ, womit die Generationen die Thaten Gottes, welche gleichbleibend wahr sind, auffassen, können erweitert und verfeinert werden; und wenn nicht der Glaube, so kann wenigstens die gläubige Wissenschaft sich bereichern und erheben, und nach Jahrhunderten zu höheren Stufen der Erkenntniß emporsteigen.</p>
         <p>Vielleicht aber begegnen diese Zeilen auch einem oder andern Leser, der die Entzweiung an sich selbst für ein Gut hält, und sie fortzusetzen in jeder Weise, sich berufen glaubt. Oder einem gegen den Glauben Gleichgiltigen, dem die Kirche sowohl, als der Kampf dagegen, die Aussöhnung, wie die Fortführung des Streites, wie ein einer Seits interessantes, anderer Seits kindisches und beklagenswerthes Schauspiel erscheint, auf welches er selbst von vermeinter Höhe der telescopischen Beobachtung mitleidig herabsieht. — Oder einem, der sich gewöhnt hat, die Fragen, welche Gott und Ewigkeit betreffen, als an den Wechsel der Zeiten gebunden anzusehen, so daß während in einer Epoche sie die höchsten Interessen der Menschheit ausmachten, in einer andern ihrer nur zu erwähnen, Schwachheit und beschränkten Sinn verrathe. — Alle diese mögen denn gutmüthige Erwägungen, wie die vorstehenden, belächeln, als historisches Resultat aber dennoch sich gefallen lassen, daß in dem Kampf um das Ja und Nein jener ausgeführten Frage thatsächlich die Hauptsache, die Summe, das Wesen jenes Streites lag und liegt; und daß jeder, welcher <hi rend="italic">umgehend diese Frage</hi>, die Glaubensspaltung oder ihre Folgen schildert, das Dunstbild statt des Gegenstandes, den Rauch, statt der Flamme zeichnet.</p>
         </div>
         </div>
         <div type="lit">
         <head>Literatur.</head>
         <div type="litpr">
         <head>Protestantische Abtheilung.</head>
         <p>* Streitschriften zur Vertheidigung meiner Schrift über das Leben Jesu, und zur Charakteristik der gegenwärtigen Theologie. Von Dr. <hi rend="italic">David Friederich Strauß</hi>. Erstes Heft: Herr Dr. <hi rend="italic">Steudel </hi>oder die Selbsttäuschungen des verständigen Supranaturalis- |Sp. 1084| mus unserer Tage. 192 S. — Zweites Heft: Die Herren Eschenmayer und Menzel. 247 S. 8. Tübingen, bei <hi rend="italic">Osiander</hi>. 1837.</p>
         <p>Beurtheilt von <hi rend="italic">Candidat August Boden </hi>aus Oldenburg. </p>
         <p>(Fortsetzung.)</p>
         <p>„Jede Erdichtung“, sagt <hi rend="italic">Eschenmayer</hi>, „kann eben weil sie Erdichtung ist, nur zuerst von Einem ausgehen, und eben so ist der, der die erste Sage verändert, ihr zusetzt, sie verstümmelt oder verunstaltet, immer nur Einer und sofort bis in's tausendste Glied.“ S. 24 bei <hi rend="italic">Eschenm</hi>., S. 58 bei <hi rend="italic">Strauß</hi>. Das ist von der Sage durchaus nicht wahr, falls man sie nicht auch zu einer Erdichtung machen will, wie Hr. <hi rend="italic">Eschenmayer </hi>es mit der so ungelegen gemachten Sage in den angeführten Worten fast zu thun scheint. Die Sage ist auch keine Neuigkeit, wird weder erfunden, noch verbreitet sie sich wie diese; sondern die Sage ist, poetisch gesprochen, ein Wesen,<note place="foot" xml:id="ftn4" n="4">
               <p rend="UKZ 8 fussnote"> Man muß darin den Posten folgen, die uns das Unklare veranschaulichen, während der Philosoph allen Nebel zu Wasser werden läßt. So lehrt <hi rend="italic">Virgil</hi>, was die Fama sey: Monstrum horrendum, ingens etc. während philosophus non curat. Ein Dichter braucht die Mythen, der Philosoph räumt sie weg.</p>
            </note> das seinen eigenen Charakter hat. <hi rend="italic">Strauß</hi> fügt aber hinzu: „Allerdings; nur fragt es sich, ob dieser Eine bewußt und absichtlich die Erzählung macht oder erweitert. Daß das Erweitern unabsichtlich geschehen kann, daß veranschaulichende Züge hinzugesetzt," etc. „daß auch durch Weglassung von vermittelnden Umständen" etc. „dem Natürlichen bei der Wiedererzählung der Schein des Wunderbaren gegeben werden kann, ohne daß der Wiedererzähler dabei eine unredliche Absicht" etc. „hat,“ etc. etc. „dieß kann zwar, wie Alles, geleugnet, schwerlich aber durch Gründe als unmöglich erwiesen werden.“ „Wie aber“ , fährt <hi rend="italic">Strauß</hi> fort, „nicht allein die Ausschmückung oder Umgestaltung eines wirklich historischen Grundstocks, sondern selbst auch die Bildung von Grund aus ungeschichtlicher Sagen über Jesum ebenso bewußtlos und ohne Arges vor sich gehen konnte, dieß habe ich in Betreff solcher Züge, die in der jüdischen Messiaserwartung lebten, und die mithin, sobald Jesus als Messias anerkannt war, von selbst in seine Geschichte übergetragen wurden, in der zweiten Auflage meines Lebens Jesu bewiesen, 1r Band, Einleitung.“ In diesen Worten sind zwei Ungenauigkeiten. Erstlich gibt es gar keine „ungeschichtlichen Sagen“, so wenig als geschichtliche. Die „ungeschichtlichen Sagen“, deren <hi rend="italic">Strauß </hi>hier Erwähnung thut, haben grade ihr Geschichtliches in den Messiasideen der Juden, wie auch Niemand klarer gemacht hat, als grade <hi rend="italic">Strauß</hi>. Ihr Ungeschichtliches erklärt sich von selbst, aber beides erklärt die Sage. Wenn Bretschneider in Nro. 105 der Allg. K.-Ztg. d. J. sagt; „Die Sage geht immer vom Geschehenen aus; sie hat immer eine geschichtliche Grundlage“<note place="foot" xml:id="ftn5" n="5">
               <p rend="UKZ 8 fussnote"> Stärker noch sagt das Bretschneider a. a. O.: Die Sage sey Geschichte, wenigstens habe sie immer etc. Er nennt die Sage, nämlich „die evangelische Sage", „das mündliche Evangelium" und verwechselt Sage und Tradition. A. a. O.</p>
            </note>, so ist das ungenau; wenn er aber hinzusetzt:  „Erdichtung ist ihr ihrer Natur nach gänzlich fremd“, so hat er unrecht.</p>
         <p>Die Sage ist eine Schmarozerpflanze, die auf ihrem eigenen Boden wächst, aber sich an Geschehenes schlingt und nun wuchert und dichtet, was sie kann Sie ist eben ein Gewebe von Wahrheit und Dichtung, und ihrem Wesen, obwohl nicht ihrer Bedeutung nach, dieselbe vor der Erfindung der Schreibkunst u. s. w., wie nach deren Erfindung.<note place="foot" xml:id="ftn6" n="6">
               <p rend="UKZ 8 fussnote"> Vgl. <hi rend="italic">Bretschneider</hi>. Wenn <hi rend="italic">Bretschneider</hi> a. a. O. sagt: „Es gab eine Zeit, wo alle Geschichte Sage war", so ist ein solches bloß etymologisches Erklären der Sage nicht sehr ernsthaft zu nehmen; und zu einer Zeit, wo <hi rend="italic">alle</hi> Geschichte Sage war, war gar keine Geschichte, eine solche Zeit gibt es also gar nicht für uns, wir können also auch nichts von ihr aussagen.</p>
            </note> Was <hi rend="italic">Strauß</hi> mit ungeschichtlicher Sage im N. T. meint, das ist geschichtlicher Mythus; der ist edler, als die Sage, weil er an sich zwar unselbständiger ist, als diese, der Mensch aber selbständiger in ihm. Die Sage umgibt den Menschen von außen, in der Mythe verliert und vertieft er sich in sie. Der Hauptbegriff der <hi rend="italic">historischen Mythe</hi> liegt in <hi rend="italic">Mythe</hi>; sie entspringt aus den Vorstellungen |Sp. 1085| der Menschen; das <hi rend="italic">Historische</hi> beruht auf dem Geschichtlich-Ungeschichtlichen der Sage.<note place="foot" xml:id="ftn7" n="7">
               <p rend="UKZ 8 fussnote"> 
                  <hi rend="italic">Bretschneider</hi> sagt a. a. O.: „Ueber das öffentliche Leben Jesu konnte, die Dichtung erst später, nach dem Jahre 70, Raum gewinnen. Dieß sucht <hi rend="italic">Strauß</hi> zwar zu leugnen und bemerkt, 1r Bd., S. 74 (des Lebens Jesu, 2te Aufl.): „ „es müsse den Aposteln und andern Augenzeugen des Lebens Jesu eine wahre Allgegenwart zugeschrieben werden, wenn sie an allen Orten und Enden, wo unhistorische Sagen über Jesum aufkeimten und fortwucherten, zu deren Ausjätung sollten zugegen gewesen seyn.““ Aber damit hebt er seinen eigenen Begriff der Mythe auf, der ja eine Anbewußte Dichtung aus der in der ganzen Kirche lebenden Idee seyn soll, indem sonach die Mythe ein nur hier und da entstandenes Unkraut wäre" In dem Letztem hat <hi rend="italic">Bretschneider</hi> ganz recht. Das alles erledigt sich aber vielleicht durch das, was oben in der Recension nur kurz, weil nur gelegentlich, angedeutet werden konnte.</p>
               <p rend="UKZ 8 fussnote">„Es ist zu bedauern“, sagt <hi rend="italic">Bretschneider</hi>, „daß Hr. Dr. <hi rend="italic">Strauß</hi>, statt der christlichen Urgeschichte einen durchaus mythischen Charakter aufzudringen“, (er will sie vielmehr von dem Schein dieses <hi rend="italic">Charakters</hi> und von dem Nachtheiligen eines solchen Scheins befrei'n) „sein Talent nicht lieber, darauf gerichtet hat, die historische Sage in unsern Evangelien näher zu prüfen, und das Geschichtliche in ihr näher zu ermitteln.“</p>
               <p rend="UKZ 8 fussnote">Dazu, sagt <hi rend="italic">Strauß</hi>, habe ich deßhalb keine Lust, weil ich, wenn so Vielen auch nicht rechtgläubig genug, doch viel zu gut-gläubig bin, um von der evangelischen Geschichte Etwas als gänzlich ungehörig, als gänzlich der christlichen Idee fremd, also von ihr auch nicht überwunden auszuscheiden. Schleierm. a. a. O. S. 491. Ich bin dazu nicht vereinzelnd, nicht rationalistisch genug, obwohl man mir vorwirft, daß mein Gemüth und Denken noch nicht von allen rationalistischen und philosophischen Voraussetzungen befreit sey.</p>
               <p rend="UKZ 8 fussnote">„Wollte <hi rend="italic">Strauß</hi>“, sagt <hi rend="italic">Bretschneider</hi> ferner, „sich selbst streng an die Consequenz, die er zu Gunsten seiner Hypothese anspricht, binden, so mußte er auch leugnen, daß es einen Johannes den Täufer, ja daß es überhaupt einen Galiläer mit Namen. Jesus jemals gegeben habe.“</p>
               <p rend="UKZ 8 fussnote">
                  <hi rend="italic">Strauß'</hi> Hypothese will grade Jesu Ansehen, die Wirkung seiner Lehre und die Geltung seiner Anstalt von demjenigen unabhängig machen, durch dessen vernunftwidrige Auffassung und Festhaltung man die christliche Kirche zerstörte †) und ihren Gang hemmte. Sie hat ihre ganze Kraft in dem Glauben an den geschichtlichen Christus, und dieser Glaube ist um so stärker, für je stärker er sein Object, für je erhabener er es über die Zufälligkeit der Geschichte hält, die er ihm unterwirft«</p>
               <p rend="UKZ 8 fussnote">„Da“, beginnt <hi rend="italic">Brerschneider</hi> den Beschluß der angegebenen Abhandlung in der A. K.-Z., „<hi rend="italic">Strauß</hi> selbst am Ende seiner Schrift sich über die Verlegenheit, in welcher sich (bei seiner Ansicht) der Religionslehrer mit der evangelischen Gemeinde befindet, mit einer ihm zur großen Ehre gereichenden Redlichkeit erklärt hat; da diese Verlegenheit auch von Andern zur Sprache gebracht worden ist, <hi rend="italic">und da sie auch theilweise bei einer oder der andern evangelischen Erzählung, wo wir Zusätze und Ausschmückungen der evangelischen Sage bemerken sollten, eintreten kann</hi>, so dürfte es nicht überflüssig seyn, noch Einiges über das Verhältniß der <hi rend="italic">Straußischen</hi> Kritik zum Bestande des historischen „Christenthums beizufügen.“</p>
               <p rend="UKZ 8 fussnote">
                  <hi rend="italic">Bretschneider</hi>, selbst von den Hauptereignissen der evangelischen Geschichte Jesu nur „die Empfängniß Jesu im Schooß der Jungfrau durch den heiligen Geist" für mythisch haltend, und sich hierfür sehr gut auf die Paulinischen und Petrinischen Briefe stützend, a. a. O., nimmt sich in dem Obigen der bisherigen Rationalisten an, die er, ohne sich selbst zu ihnen zu rechnen, auf rühmliche Weise stets gegen die Supranaturalisten in Schutz nimmt. Man sieht aber aus dem Angeführten, daß die Rationalisten jetzt als gänzlich auf dem Trocknen zu denken sind.</p>
               <p rend="UKZ 8 fussnote">† Vgl. <hi rend="italic">Strauß</hi>, Streitschriften, 1stes Heft, S 73.</p>
            </note> Das eigentliche Resultat des <hi rend="italic">Strauß'schen</hi> Lebens Jesu ist nun für uns, daß das Christenthum seinem Begriff, seiner innern Bildung nach, die äußere Bildung, die Bildung der Zeit seines Entstehens, so weit es von ihm abgehangen, innerhalb seines Umfangs und seiner Gränzen, gänzlich überwunden, und sich es angepaßt habe, daß also selbst das Unwesentlichste des Urchristenthums von dem Wesen des Christenthums bei dessen Erscheinung durchdrungen und verklärt sey, und daß hierin die Gewähr liege, das Christenthum brauche den Maßstab der höchstgebildeten philosophischen Form nicht zu scheuen. Ob also <hi rend="italic">Strauß</hi> es verdiene, Repetent am Seminar . in Tübingen zu seyn, ob ferner die Verkleinerung, und nicht |Sp. 1086| vielmehr die Verherrlichung des Christenthums, sein Verdienst, und er ein christlicher Denker sey, das werden freilich die Hengstenberge zu entscheiden haben.</p>
         <p>(Fortsetzung folgt.)</p>
       
         </div>
         <div type="litr">
         <head>Nachweist von Rezensionen theologischer Schriften.</head>
         <p>(Fortsetzung.)</p>
         <p>
            <hi rend="italic">Rheinwald's Repertorium</hi>
         </p>
         <p>1837. Aprill. <hi rend="italic">Rückert</hi> Commentar über den Brief an die Römer. — Biographien Savonarola's von <hi rend="italic">Rudolbach</hi> und <hi rend="italic">Maier</hi>. — <hi rend="italic">Räß </hi>und <hi rend="italic">Weis</hi> Die Feste des Herrn u. s. w. — <hi rend="italic">Nickel</hi> Die heiligen Zeiten und Feste u. s. w. — <hi rend="italic">Schmid</hi> Die heilige Messe. — <hi rend="italic">Desselben </hi>Die Priester- und Bischofsweihe. — Die Religionen der Welt. — <hi rend="italic">Antony</hi> monuate devotinis cathol. — <hi rend="italic">Desselben</hi> Symbolik der kathol. Kirchengebräuche. — <hi rend="italic">Bellermann</hi> Die St. Paulsgemeinde vor Berlin. — <hi rend="italic">Ullmann</hi> Ueber die Sündlosigkeit Jesu. — <hi rend="italic">Fichte </hi>Ueber die Bedingungen eines spekulativen Theismus. — <hi rend="italic">Hoffmann </hi>Speculative Entwicklung der ewigen Selbsterzeugung Gottes. — <hi rend="italic">Daumer</hi> Züge zu einer neuen Philosophie der Religion und Religionsgeschichte. — <hi rend="italic">Stephani</hi> Die Offenbarung Gottes durch die Vernunft. — Gespräch über das Verhältniß der Philosophie zur Religion. — <hi rend="italic">Hoffbauer</hi> Gott und das Wichtigste aus der Natur. — <hi rend="italic">Rump</hi> Gametiels und seiner Freunde Abendunterhaltungen. — Schriften über die Hülsmann'sche Predigerbibel von <hi rend="italic">Sander</hi>, A. W. <hi rend="italic">Hülsmann</hi>, <hi rend="italic">Snethlage</hi>, H. v. <hi rend="italic">Hammer</hi>, <hi rend="italic">Spitzbarth</hi>, J. H. <hi rend="italic">Hülsmann</hi> und dem Verf. selbst. — Predigtsammlungen von <hi rend="italic">Alt</hi>, <hi rend="italic">Jäger</hi>, <hi rend="italic">Rambach</hi>, Einzelpredigten von <hi rend="italic">Alt</hi>, <hi rend="italic">Arndt</hi>, <hi rend="italic">Detzer</hi>, <hi rend="italic">Eckert, Förster, Fuchs, Grüel, Hesekiel, Klein, Klussmann, Kraußold, Lehnus, Mänß, Nitzsch, Nitschke, Peters, Schindler, Schmidt, Sieger, Thiemann, Weber, Westermaier, de Wette.</hi> — Zeitschriften: <hi rend="italic">Geiger</hi> Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie. — <hi rend="italic">Philippson</hi> Israel. Predigt- und Schulmagazin. — <hi rend="italic">Ben Usiel</hi> Neunzehn Briefe über Judenthum.</p>
         <p>(Wird fortgesetzt.)</p>
         </div>
         </div>
         <div type="anz">
         <head>Anzeigen.</head>
         <p>(59) Bei <hi rend="italic">Mayer</hi> u. <hi rend="italic">Comp</hi>. in <hi rend="italic">Wien</hi> ist so eben erschienen und in alle soliden Buchhandlungen zu haben: </p>
         <p>
            <hi rend="italic">Der dritte Band vom Homilienkranz für das katholische Kirchenjahr</hi> von J. G. <hi rend="italic">Veith</hi>, Domprediger zu St. Stephan in <hi rend="italic">Wien</hi>. Pr. 1 Thlr od. 1 fl. 48 kr. rh.</p>
         <p>Mit Vergnügen benachrichtigen wir hiermit alle Freunde und Verehrer des hochw. Hrn. Verfassers, daß außer dem <hi rend="italic">vierten</hi> Bande, welcher bereits unter der Presse ist, nun noch ein fünfter erscheinen wird, so daß in den vier ersten Bänden <hi rend="italic">Sonntagspredigten</hi>, und im fünften <hi rend="italic">Feiertagspredigten</hi> enthalten sind. .</p>
         <p>Dieser dritte Band <hi rend="italic">beginnt von da an</hi>, wo die früher in vier Bänden erschienenen homilet. Vorträgen <hi rend="italic">aufgehört</hi> haben. Mithin bildet der 3te und 4te Band dieses Homilienkranzes die Fortsetzung der homilet. Vorträge. Alle Abnehmer dieses Werkes wollten wir hiermit wiederholt aufmerksam machen. </p>
         </div>
         <div type="ber">
         <head>Berichtigung.</head>
         <p>
            <hi rend="italic">Univ.-K.-Ztg.</hi> No. 67, S. 1070, Z. 9 und 10: st. „bei denen der Mythus daher nicht mehr auf Sagen beruht: <hi rend="italic">In denen die Sage willkührlich und fessellos waltet</hi>.“</p>
        </div>
         <div>
         <p>
            <hi rend="bold">Buchhandlung</hi>
            <hi rend="italic bold">: F. Varrentrapp – </hi>
            <hi rend="bold">Herausgeber:</hi>
            <hi rend="italic bold"> Dr. J. V. Hoeninghaus. –</hi>
            <hi rend="bold"> Druckerei</hi>
            <hi rend="italic bold">: Heller </hi>
            <hi rend="bold">und</hi>
            <hi rend="italic bold"> Rohm. </hi>
            <hi rend="bold">Maschinendruck</hi>
            <hi rend="italic bold">.</hi>
         </p>
   </div>  
      </body>
   </text>
</TEI>

